Sonntag, Juli 16, 2006

Förderpreis Pro Ehrenamt

http://www.ehrenamt-im-sport.de/index.php?id=1039

Über die Seiten des Sportsamt der Stadt Münster kommt man auf den oben angegebenen Link. Seit der Zerstörung des Denkmals für die Armenpflege in Wuppertal 1943, das im Prinzp ein Denkmal des Ehrenamts war, gibt es mit dem Förderpreis Pro Ehrenamt in Deutschland wieder eine sichtbare und deutliche Auszeichnung des Ehrenamts, wenn auch leider nur für den Bereich des Sports. Trotzdem, das ist toll und dem ist nichts hinzuzufügen. Deswegen hier als Kopie die Seiten zum Preis:

PRO EHRENAMT...


... die Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und der Commerzbank für Personen und Institutionen, die Ehrenamtliche und das Ehrenamt im Sport unterstützen.




DAS ENGAGEMENT DER EHRENAMTLICHEN ...

... verlangt und verdient Unterstützung. Auch Unternehmen und Organisationen können und sollten einen Beitrag leisten! Dafür werben DOSB und Commerzbank mit dem Preis PRO EHRENAMT. Sie verleihen ihn seit 2000 jährlich an Persönlichkeiten und Institutionen aus

• Politik
• Wirtschaft
• Medien

die sich vorbildlich für das Ehrenamt im Sport einsetzen und günstige Rahmenbedingungen für die Ehrenamtlichen schaffen: Eine individuelle Ehrung, aber zugleich ein Appell an andere, es ihnen gleichzutun – denn Ehrenamtliche brauchen unsere Solidarität!


PRO EHRENAMT 2006

DOSB, Commerzbank verleihen – 2006 erstmals in Kooperation mit dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) – den Preis PRO EHRENAMT im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung am 5. Dezember 2006, dem Tag des Ehrenamts.

Der Preis wird in den Kategorien Politik, Wirtschaft und Medien vergeben:

Sie arbeiten in einem dieser Bereiche und setzen sich aktiv für das Ehrenamt im Sport ein? Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung für den Preis PRO EHRENAMT!

Sie wissen von Persönlichkeiten oder Institutionen aus diesen Bereichen, die sich für das Ehrenamt im Sport einsetzen? Dann freuen wir uns über Ihren Vorschlag für den Preis PRO EHRENAMT!

Die notwendigen Unterlagen stehen Ihnen hier zum Download zur Verfügung:
Ausschreibung PRO EHRENAMT 2006
Bewerbungs- & Vorschlagsformular für Mitglieder von Sportvereinen- und verbänden
Bewerbungs- & Vorschlagsformular für Nicht-Mitglieder von Sportvereinen- und verbänden

Senden Sie Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag für den Preis PRO EHRENAMT bitte bis spätestens 15. September 2006 an:

Deutscher Olympischer Sportbund
Geschäftsbereich Breitensport
PRO EHRENAMT
60525 Frankfurt am Main
oder per E-Mail an: info@ehrenamt-im-sport.de

Bitte fügen Sie, um der Jury aus Vertretern des Sports, der Wirtschaft, der Politik und der Medien die Arbeit zu erleichtern, Unterlagen bei, die das Engagement zugunsten des Ehrenamts im Sport dokumentieren.

Haben Sie noch Fragen? Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail:
Markus Böcker: Tel. 069 / 6700-304; E-Mail: boecker@dosb.de
Bernd Laugsch: Tel. 069 / 6700– 306; E-Mail: laugsch@dosb.de

Sonntag, Juli 09, 2006

Die Johanniter

http://www.johanniter.de/org/juh/amt/ehrenamt/deindex.htm

Auf den Seiten der Johanniter Unfallhilfe findet man auf der Homepage in der linken Seitenleiste an der 6. Stelle den Link Jugend/Ehrenamt und daneben die Möglichkeit unter dem Begriff Ehrenamt ausschließlich auf Informationen über das Ehrenamt in der Johanniter Unfallhilfe zuzugrefen.

Versucht man es, stößt man auf folgenden Satz:

Sie möchten Sich im Rahmen eines Ehrenamts engagieren, oder sich allgemein mit diesem Thema beschäftigen? Dann finden Sie hier alle Informationen

Ist ein bisschen nervig, weil, man hat ja den Link angeklickt und Informationen zu diesem Thema zu bekommen, und nun wird man noch mal gefragt, ob man denn will. Na ja so ein klein wenig positive Abschreckung, nach dem Motto, nur wer wirklich will, erreicht die Infos der Johanniter Unfallhilfe.

Was dann aber kommt ist als professionell zu bezeichnen und kann als Vorbild für den Aufbau von ehrenamtlichen Informationen in sozialen Organisationen dienen. Auf der rechten Seite werden einem 5 Links angeboten, die jeweils andere Aspekte des Ehrenamts der Johanniter Unfallhilfe betrachten.

1. Was uns wichtig ist
Hier wird kurz und knapp die ehrenamtliche Arbeit als zentrales Moment der Organisation der Johanniter Unfallhilfe vorgestellt. Wirklich gut gemacht und dabei knapp und kurz.

2. Was wir ihnen bieten
Das Angebot ist geschickt formuliert und bringt das wesentliche auf den Punkt. Fürs Ehrenamt gibt es kein Geld, dafür aber Sinn, Gemeinschaft und Authentizität. Außerdem Qualifizierung für die Tätigkeit. Auch hier kann man nur sagen: Klasse gemacht!

3. Was wir von Ihnen erwarten
Auch hier kommt’s kurz und trocken: Verlässlichkeit, Einsatzbereitschaft, Leistung, Mannschaftsgeist und der Willen zur Kameradschaft werden erwartet. Abgeschlossen wird der Text mit einem Hinweis auf die christliche Grundhaltung der Johanniter Unfallhilfe. Ob man es mag oder nicht, die Eigenwerbung ist schon gut.

4. Was wir tun – wo wir Sie brauchen
Die Seite fängt gut an. Es werden einem vier Bereiche angeboten, die für einen Menschen, der sich fürs Ehrenamt bei der Johanniter Unfallhilfe interessiert, interessant erscheinen:
- Ehrenamt
- Konkret- Ehrenamt von A-Z
- Wettbewerb
- Datenbank
Probiert man diese Links aus, so erreicht man den Bereich, indem die Präsentation der Johanniter ihre größte Schwäche aufweißt. Unter Ehrenamt – konkret wird einem das Vorstellen innovativer Projekte versprochen, aber wenn man sie sich ansehen will, steht da nur:
Leider können wir ihnen bislang keine solchen Projekte vorstellen.
Das ist mehr als suboptimal, das macht man nicht und ist eigentlich nur für einen Witz geeignet. Na gut, der Rest ist dann wieder besser. Die Beschreibungen ehrenamtlicher Jobs unter Ehrenamt von A –Z ist nur zu empfehlen. Ein wirklich gutes Vorbild, wie man es machen soll, wenn man eine ehrenamtliche Tätigkeit vorstellt, für die man eine Person sucht. Klickt man auf Wettbewerb, so wird eine weitere Schwäche der Seite deutlich, die oft bei Publikationen sozialer Organisationen im Internet begangen wird. Mit der Seite sollen sowohl neu zu werbende Ehrenamtlich angesprochen werden, als auch Infos für bereits ehrenamtlich Tätige gegeben werden. Werden dann die Links nicht eindeutig ausgewiesen, wie in der Präsentation der Johanniter Unfallhilfe, so landet man als Suchender auf Seiten, die nur für schon Tätige sinnvoll sind, keine optimale Kundenführung. Datenbank ist dann wieder ganz O. K., da kann man die einzelnen Ortsvereine der Johanniter finden.

5.Virtuelle Bibliothek
Der Begriff ist nicht ganz glücklich gewählt, weil man hier keine Texte finden kann, was man ja in einer Bibliothek, auch in einer Virtuellen, erwarten würde, sondern Links zu den Landesverbänden der Johanniter und zu Ehrenamtsseiten. Die sind aber wieder O.K.. Von daher hier die Kopie der Linkliste:

Insgesamt kann man die Seiten der Johanniter zum Ehrenamt als Vorbild für eine kurze, klare und ansprechende Präsentation im Internet begreifen, abzüglich der kleinen aufgezeigten Schwächen.

Mittwoch, Juli 05, 2006

Das Sonntagsblatt der Diakonie Bayern

http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2006_26_11_02.htm

Das Sonntagsblatt der Diakonie Bayern setzt sich unter der Überschrift:

Wie machen Sie sich stark fürs Ehrenamt?

Mit ehrenamtlicher Arbeit auseinander. Drei hauptamtliche kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine ehrenamtlich Tätige äußern sich in kurzen Statements zum Ehrenamt. Diese kurzen Statements lesen sich wie eine Anleitung zur Arbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern.


Frau Barbara Wilkens , Pfarrerin, München sagt:
»Wichtig ist, dass Ehrenamtliche spüren: Ich als Pfarrerin habe Zeit für sie. Ehrenamt findet heute nicht mehr unter dem Opferaspekt statt, die Menschen wollen wahrgenommen und anerkannt werden, eigene Vorschläge ausprobieren und gemeinsam etwas entwickeln. Wenn ich persönlich auf Leute zugehe, lassen sie sich gerne für Aufgaben gewinnen. Das ist eine Investition, die sich für die Gemeinde lohnt.«


Frau Wilkens spricht wesentliche Momente der Anleitung von ehrenamtlichen Mitarbeitern aus. Die Münze in der Ehrenamtliche von Hauptamtlichen in ihrer Tätigkeit „entlohnt“ werden ist eben nicht Geld, sondern, wie Frau Wilkens ausführt, positive Zugewandtheit und Anerkennung. Will ich das ehrenamtliche Mitarbeiter über einen längeren Zeitraum für meine Organisation tätig sind, sollte ich in sie Investieren und sie mit dieser Münze bezahlen. Von daher ist die Anleitung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für hauptamtlich Tätige eine durchaus anstrengender Prozess. Sie müssen mit der Kraft ihrer Person die immateriellen Münzen der Bezahlung ehrenamtlich Tätiger prägen.


Frau Kathrin Vogel, Vertrauensfrau im Kirchenvorstand beschreibt:
»Mich begeistern immer wieder neue Begegnungen mit Menschen, bei Gesprächsabenden, ökumenischen Treffen, in der Konfi-Arbeit und natürlich beim Gottesdienst. Als christlicher Laie wird auf meine Meinung von den Hauptamtlichen großer Wert gelegt. Deshalb erfülle ich gerne meine ehrenamtliche Tätigkeit. Es ist eine sinnvolle, bereichernde Aufgabe für mich, zu der ich versuche, Gleichgesinnte mitzugewinnen.«


Will man ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten, so sollte man diese Wertschätzung, die Frau Vogel ausdrückt, deutlich machen. Wer als Hauptamtlicher Ehrenamtliche als Hilfskräfte betrachtet und nicht ihren Rat und ihre Expertise einholt, der verschenkt nicht nur wichtige Ressourcen seiner Organisation, er macht auch den Raum, in dem Ehrenamtliche tätig sind klein und schmal. Statt sie in die Organisation hereinzuholen und ihnen einen Platz zu geben an dem sie wachsen und gedeihen können, werden sie dann ausgeschlossen und langsam vertrieben.


Thomas Klenner, Pfarrer in Schierling stellt klar:
»Ich darf als Pfarrer nicht etwas verlangen, sondern ich biete etwas. Ich sehe drei Dinge als meine Hauptaufgabe: Ich lasse den Ehrenamtlichen Handlungsfreiheit, biete ihnen Respekt, unterstütze sie. Schließlich sind es die Ehrenamtlichen das Potenzial der Gemeinde, die Impulse hineinbringen. Sie sollten nicht als billiger Ersatz für gekürzte Hauptamtliche herhalten. Ohne sie würden wir betriebsblind.«


Ein oft begangener Irrtum beim Einsatz ehrenamtlicher Arbeit in sozialen Organisationen besteht darin, das geglaubt wird, dass diese Arbeit die Tätigkeit von hauptamtlichen Kräften ersetzten kann. Dies ist nur möglich, wenn die Arbeit von hauptamtlichen Kräften so ausgerichtet ist, das sie keiner professionellen Kraft bedarf. In so einem Fall taucht aber eh die Frage auf, warum diese Tätigkeit dann mit hauptamtlichen Mitarbeitern geleistet wird. Ehrenamtliche Mitarbeiter bringen in die Arbeit sozialer Organisationen eine besondere Qualität der Arbeit ein. Sie sind da, weil sie da sein wollen. Sie sind nicht da weil sie bezahlt werden. Klienten erleben diese Qualität als eine spezielle Form der Zuneigung, die so von Hauptamtlichen bei aller Liebe zu ihrer Arbeit nicht erbracht werden kann.


Erwin Lechner, Dekan in Münchberg erzählt:
»Jedes Jahr laden wir unsere 350 Ehrenamtlichen zu einer Wochenendfreizeit ein - wie diesmal nach Herrnhut. Es ist ein Dankeschön und eine Gelegenheit, die Gemeinschaft zu vertiefen. Die Ehrenamtlichen sind ein Schatz, den wir pflegen müssen. Deshalb muss man sie gewinnen, fördern und sich um sie kümmern. Unverzichtbar sind auch Freiräume, damit sie sich und ihre Fähigkeiten einbringen können.«


Zur Arbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört die Wertschätzung dieser Menschen wie die Luft zum atmen. Wenn man seine ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Dauer behalten will, sollte diese Wertschätzung einen praktisch fühlbaren Ausdruck finden, der über ein liebevolles Dankeschön hinausgeht. Dafür sollten soziale Organisationen Geld einplanen und zur Verfügung stellen. Dies ist eine Investition in die Zukunft einer sozialen Organisation und eine schöne Geste gegenüber den ehrenamtlich Tätigen .