Freitag, Juni 01, 2007

Freistellung für Ehrenamtliche

In Hessen gibt es jetzt im Bereich der Jugendhilfe die Möglichkeit sich für die ehrenamtliche Tätigkeit von der Arbeit freistellen zu lassen. Im folgenden stellen wir im Blog eine Kopie der Seite des hessischen Jugendrings dazu zur Verfügung:

1. Warum ermöglicht das HKJHGB eine Freistellung für ehrenamtlich in der Jugendarbeit Engagierte?

Das ehemalige Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes in der Jugendarbeit (früher: Sonderurlaubsgesetz) hat eine unverzichtbare Grundlage für die Jugendarbeit in Hessen dargestellt. Ohne eine gesetzliche Sicherstellung einer bezahlten Freistellungsmöglichkeit für ehrenamtlich in der Jugendarbeit Engagierte ist davon auszugehen, dass die Angebote der Jugendarbeit in Hessen nicht im notwendigen Umfang aufrechterhalten werden können. Dies trifft insbesondere für die durch freie Träger geleistete Jugendarbeit und dort wiederum für die verbandliche, in Gruppen organisierte Jugendarbeit zu, da die Jugendarbeit der freien Träger nur in geringem Umfang über hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügt.
Angebote der Jugendarbeit werden in der Regel u.a. mit Zuschüssen aus Steuermitteln öffentlich gefördert. Die Jugendverbände leisten die Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen in Wochenendseminaren. Über 75.000 junge Erwachsene in Hessen stellen ihre Freizeit ehrenamtlich für die Jugendarbeit zur Verfügung. Ca. eine Million Kinder und Jugendliche in Hessen nehmen Angebote der Jugendarbeit war und finanzieren mit ihren Mitglieds- und Teilnahmebeiträgen vielfältige Angebote Freizeit- und Bildungsveranstaltungen sowie internationale Begegnungen in der Europäischen Union. Angebote der Jugendarbeit stehen dabei allen Kindern und Jugendlichen offen.
Im Dezember 2006 hat der Hessische Landtag das Hessische Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJHGB) verabschiedet. Im HKJHGB sind bisherige hessische Einzelgesetze zur Kinder- und Jugendhilfe zusammengefasst. Das Gesetz, das zum 1. Januar 2007 in Kraft getreten ist, gliedert sich in sieben Teile: Erster Teil Allgemeine Bestimmungen; Zweiter Teil Tageseinrichtungen für Kinder, Kindertagespflege; Dritter Teil Außerschulische Jugendbildung; Vierte Teil Ehrenamt in der Jugendarbeit; Fünfter Teil Ausführung des Jugendschutzgesetzes; Sechster Teil Ausführung des Unterhaltsvorschussgesetzes; Siebter Teil Schlussbestimmung. Mit der Verabschiedung des HKJHGB ist das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes, auf dessen Grundlage eine bezahlte Freistellung ehrenamtlich in der Jugendarbeit Engagierter möglich ist, als Vierter Teil in das neue Gesetz integriert worden. Das Gesetz bietet den ehrenamtlich und führend in der Jugendarbeit tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich zusätzlich zum Tarifurlaub jährlich bis zu zwölf Arbeitstage für die Tätigkeit in der Jugendgruppenarbeit oder als Freizeitenhelferinnen und -helfer freistellen zu lassen. Die Freistellung kann auf 24 halbe Tage im Jahr verteilt werden.

2. Wofür ist eine Freistellung möglich?

Die Freistellung wird gewährt für die Tätigkeit als Leiterin und Leiter, pädagogische Mitarbeiterin und Mitarbeiter oder Helferin und Helfer bei Veranstaltungen, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden. Ferner ist eine Freistellung für die Leitung, pädagogische Mitarbeit oder Teilnahme an Veranstaltungen (Tagungen, Lehrgängen, Seminaren) die von Jugendverbänden, der öffentlichen Jugendpflege und Jugendbildung sowie im Rahmen des Jugendsports durchgeführt werden möglich. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen kann insbesondere auch der Aus- und Fortbildung der in der Jugendarbeit tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dienen. Der Betrieb ist verpflichtet, das Arbeitsentgelt während der Freistellung weiterzuzahlen.

3. Wer kann eine Freistellung erhalten?

Jede/r hessische Beschäftige über 16 Jahre (bis zur Novellierung des Gesetzes am 28. November 2000 war das Alter auf über 18 Jahre festgeschrieben), die/der in der Privatwirtschaft, bei gemeinnützigen Organisationen oder in anderen Betrieben beschäftigt ist, die nicht dem öffentlichen Dienst zuzurechnen sind, hat einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf bezahlte Freistellung. Voraussetzung ist, dass er/sie ehrenamtlich und führend in der Jugendarbeit der Jugendverbände, bei den sonstigen Jugendgemeinschaften (z. B. auch Jugendkulturinitiativen) und deren Zusammenschlüssen (Jugendringe), in der öffentlichen Jugendpflege und Jugendbildung oder im Jugendsport in Vereinen, dem Landessportbund oder in den Sportfachverbänden tätig ist.
Für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (Beamtinnen und Beamte, Angestellte sowie Arbeiterinnen und Arbeiter) trifft der Freistellungsanspruch allerdings nicht zu, da das Gesetz für sie keine Anwendung findet. Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst (Landes- bzw. die Kommunalbedienstete) gilt der durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport ausgesprochene Erlass "Dienst- oder Arbeitsbefreiung für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit" vom 24. November 2006 (Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 50 vom 11. Dezember 2006, Seite 2844).
Die Freistellungsregelung nach dem HKJHGB gilt weiterhin nicht für Soldaten und Zivildienstleistende sowie für Beamtinnen und Beamte und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Bundesbehörden. Beschäftigte der ehemaligen Post- und Bahnbereiche gehören jetzt zum Bereich der Privatwirtschaft. Für Soldaten trifft die Soldatenurlaubsverordnung zu, die an die Regelungen für Beamtinnen und Beamte des Bundes angelehnt ist. Für Zivildienstleistende findet das Zivildienstgesetz entsprechende Anwendung, worin die Freistellungsregelungen enthalten sind. Die Standortverwaltungen der Bundeswehr, die Einsatzstellen für den Zivildienst sowie die jeweiligen Interessenvertretungen der Bediensteten verfügen über die jeweils aktuellen Verordnungstexte. Soldaten, Zivildienstleistende bzw. Beamtinnen und Beamte können, sie müssen aber nicht, freigestellt werden.


4. Wann ist eine Freistellung nicht möglich?


Der/die Arbeitnehmer/in hat einen Rechtsanspruch auf Freistellung. Der Betrieb muss sie/ihn dafür freistellen und das Arbeitsentgelt weiterzahlen. Eine Freistellung kann nur dann nicht von dem/der Auszubildenden, dem/der Arbeitnehmer/in in der vorgesehenen Zeit genommen werden, wenn "dringende betriebliche Erfordernisse entgegenstehen". Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn eine für den ordnungsgemäßen Betriebsablauf erforderliche Vertretung nicht sichergestellt ist oder wenn ein unaufschiebbarer Arbeitsauftrag vorliegt. Eine Freistellung darf nicht vom Verhalten oder von bestimmten Leistungen der/des Arbeitnehmer/in abhängig gemacht werden. In Zweifelsfällen sollte auf Wunsch der Beschäftigten die Auszubildendenvertretung bzw. der Betriebs- oder Personalrat seine Mitbestimmungsrechte geltend machen.


5. Der Antrag kurz erklärt:


Grundlage für die Freistellung ist ein Antrag gegenüber dem Betrieb. Der Antrag ist von der entsprechenden Landesorganisation zu stellen und bedarf einer Befürwortung des Hessischen Jugendringes oder der Sportjugend Hessen. Bei Veranstaltungen der politischen Jugendverbände der im Hessischen Landtag vertretenen Parteien ist der Antrag durch deren Landesorganisationen zu befürworten. In allen übrigen Fällen ist ein Antrag des Jugendamtes notwendig.
Der Antrag ist dem Betrieb mindestens sechs Tage vor dem beabsichtigten Antritt der Freistellung vorzulegen und muss klarstellen, dass alle Voraussetzungen des § 43 Abs. 1 und 2 HKJHGB (ehrenamtliche und führende Tätigkeit in der Jugendarbeit, Art der Veranstaltung, Inhalt der Verantwortung) erfüllt sind.
Wie ist der Antragsweg für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendverbänden?
Einleitend ist auf die drei vorhandenen Stellen zur Prüfung der Anträge zur Befürwortung der Freistellung hinzuweisen.
Anträge, die von Jugendverbänden gestellt werden, müssen durch den Hessischen Jugendring, Schiersteiner Straße 31-33, 65187 Wiesbaden, Tel.: (0611) 990 83 0 befürwortet werden.
Anträge die von Sportvereinen oder Sportgruppen gestellt werden, müssen durch die Sportjugend Hessen, Otto-Fleck-Schneise 4, 60528 Frankfurt, Tel.: (0 69) 67 89-2 18, Frau Harra befürwortet werden.
Anträge, die nicht durch den Hessischen Jugendring bzw. die Sportjugend Hessen befürwortet werden, müssen über das jeweils zuständige Jugendamt der Stadt bzw. des Landkreises gestellt werden.
Mit den Befürwortungsschreiben des Hessischen Jugendringes bzw. dem Antrag der Sportjugend Hessen, der Landesorganisationen der politischen Jugendverbände, des Jugendamtes beantragen private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber beim Hessischen Amt für Versorgung und Soziales in Wiesbaden die Erstattung des gezahlten Arbeitsentgelts.
Der im folgenden beschriebene Weg macht das Vorgehen bezogen auf einen Jugendverband der Mitglied im Hessischen Jugendring ist - mit Ausnahme der Sportjugend Hessen - deutlich:


1. Die Jugendgruppe oder der Verband, die/der eine Freistellung z. B. für eine/n leitend tätige Jugendleiter/in anstrebt, stellt einen Antrag auf Freistellung an den Landesverband.


2. Der Landesverband prüft den Freistellungsantrag, stellt einen Antrag an den Betrieb und schickt eine Kopie dieses Antrages (bzw. einen neuen Antrag) an den Hessischen Jugendring zur Prüfung und Befürwortung. Prüfkriterien sind dabei u. a., dass die ehrenamtliche Tätigkeit in einem strukturellen Zusammenhang mit dem hessischen Landesverband steht bzw. für mindestens sieben hessische Kinder und Jugendliche wirksam wird.
Wichtig:Der Betrieb muss immer vom Landesverband um die Freistellung gebeten werden. Der Antrag wird vom Landesverband direkt an den/die Arbeitgeber/in geschickt; nicht vom Hessischen Jugendring.


3. Der Antrag des Landesverbandes an den Betrieb und an den Hessischen Jugendring muss folgende Daten enthalten:
Name, Geburtsdatum der/s Antragsteller/in(Antragsteller/innen müssen vor bzw. zu Beginn der Veranstaltung mindestens 16 Jahre alt sein)
Komplette Privatanschrift des/der Antragsteller/in
Komplette Anschrift des/der Arbeitgebers/in
Zeitraum der Freistellung(Bitte nur die Arbeitstage angeben, für die eine Freistellung beantragt wird.)
Angabe, wie viele ganze bzw. halbe Arbeitstage dies für den/die Antragsteller/in sind
Titel/kurze Beschreibung der Veranstaltung, für die eine Freistellung beantragt wird
Angabe, welche Funktionen der/die Antragsteller/in bei dieser Veranstaltung hat (z. B. Betreuer/in, Leitung etc.).


4. Der Hessische Jugendring prüft den Antrag des Landesverbandes und stellt, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, eine Befürwortung aus, die im Original an den/die Arbeitgeber/in und als Kopie an den Landesverband geschickt wird.


5. Anträge auf Freistellung dürfen nicht direkt vom Veranstalter (außer der Landesverband ist selbst der Veranstalter) beim Hessischen Jugendring eingereicht werden. Zuerst ist dem Hessischen Jugendring der schriftliche Antrag des Landesverbandes vorzulegen, bevor die Anträge geprüft werden und der Hessische Jugendring die Befürwortung ausstellen kann.


6. Der/die Arbeitgeber/in erhält vor Beginn der Veranstaltung einen Antrag auf Freistellung vom Landesverband sowie die Befürwortung des Hessischen Jugendringes.


7. Mit dem Befürwortungsschreiben des Hessischen Jugendringes können alle privaten Arbeitgeber/innen beim Hessischen Amt für Versorgung und Soziales die Erstattung des gezahlten Arbeitsentgelts beantragen (Erstattungsformulare können nur über das Hessische Amt für Versorgung und Soziales, Abteilung VIII, John-F.-Kenndy-Straße 4, 65189 Wiesbaden bezogen werden).
Sollte eine Freistellung aus dringenden betrieblichen Gründen in der vorgesehen Zeit nicht möglich sein - was durch den/die Arbeitgeber/in schriftlich nachzuweisen ist - ist der Betrieb verpflichtet, dies dem/der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter/in umgehend schriftlich mitzuteilen.


6. Was mache ich, wenn es Schwierigkeiten gibt?


Bei Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Freistellung müssen die Beschäftigten nicht gleich resignieren, sondern auf der Wahrnehmung des gesetzlichen Anspruchs bestehen. Wer alleine nicht weiterkommt, braucht dennoch nicht aufzugeben!
Jede/r Arbeitnehmer/in kann den Betriebsrat, Personalrat oder die Auszubildendenvertretung zur Rechtswahrung einschalten. Nach dem Betriebsverfassungsrecht steht dafür zur Verfügung das Beschwerderecht (§ 84, Abs. 1), das Mitbestimmungsrecht (§ 85, Abs. 2) und Benachteiligungsverbot durch Wahrung über den Betriebsrat (§ 78).
Außerdem können sich Beschäftigte, die Mitglied einer Gewerkschaft sind, bei ihrer Organisation kostenlos rechtlich beraten und vor Gericht vertreten lassen.
Hilfestellung bei Schwierigkeiten bieten auch die hessischen Arbeitsgerichte:


Bad Hersfeld, Dudenstr. 10,36251 Bad Hersfeld,Tel.: (0 66 21) 20 30

Gießen, Ostanlage 19,35390 Gießen,Tel.: (06 41) 3 20 90, 3 20 97 bis 99

Marburg, Gutenbergstraße 29,35037 Marburg,Tel.: (0 64 21) 2 30 01

Darmstadt, Steubenplatz 14,64293 Darmstadt,Tel.: (0 61 51) 8 04-03

Hanau, Sandeldamm 24 a,63450 Hanau,Tel.: (0 61 81) 9 15 40

Offenbach am Main, Kaiserstraße 58,63065 Offenbach am M.,Tel.: (0 69) 88 79 29 und/oder 81 44 43

Frankfurt am Main, Adickesallee 36,60322 Frankfurt,Tel.: (0 69) 15 35-0

Kassel, Friedrichsstraße 32,34117 Kassel,Tel.: (05 61) 71 23-1

Wetzlar, Altenberger Str. 10,35576 Wetzlar,Tel.: (0 64 41) 4 27 88


Fulda, Bahnhofstraße 26 (Centhof),36037 Fulda,Tel.: (06 61) 97 56-0


Limburg an der Lahn, Weiersteinstraße 4,65549 Limburg,Tel.: (0 64 31) 63 03


Wiesbaden, Adolfsallee 53,65185 Wiesbaden,Tel.: (06 11) 8 15-0


Zuständig für Klagen der/des Beschäftigten ist das Arbeitsgericht am Sitz des Betriebes.
Bevor jedoch die Entscheidung des Gerichtes vorliegt, wird dringend empfohlen, mit dem Betrieb eine vorläufige einvernehmliche Regelung zu suchen.
Natürlich stehen bei Schwierigkeiten auch die Geschäftsstellen der hessischen Jugendverbände, die Gewerkschaften sowie die Geschäftsstelle des Hessischen Jugendringes für eine gezielte Beratung zur Verfügung.


7. Der Unterschied zwischen einer Freistellung für ein ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit und Bildungsurlaub!


Neben der Möglichkeit der Freistellung für ein ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit hat jede/r Beschäftigte in Hessen die Möglichkeit, sich nach den Bestimmungen des Hessischen Gesetzes über den Anspruch auf Bildungsurlaub vom 28. Juli 1998 (GVBI I, Nr. 16, S. 294) für die Teilnahme an einer anerkannten Bildungsurlaubsveranstaltung freistellen zu lassen.
Konkret heißt das: Der Anspruch, als Teilnehmer/in an einer anerkannten Bildungsurlaubsveranstaltung teilzunehmen, hat keine Auswirkungen auf die Freistellung als pädagogische/r Mitarbeiter/in nach dem Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGBH).
Wichtig:Wir weisen darauf hin, dass eine Freistellung für ehrenamtlich in der Jugendarbeit Engagierte nicht unter Anrechnung auf den Bildungsurlaub erfolgen darf.
Sehr wohl Einfluss auf die Freistellung als pädagogische/r Mitarbeiter/in hat aber die Tätigkeit als pädagogische/r Mitarbeiter/in bei einem Bildungsurlaub. Die Dauer dieser Freistellung kann der Betrieb entsprechend § 3 Abs. 2 des Hessischen Gesetzes über den Anspruch auf Bildungsurlaub auf die Freistellung anrechnen.


8. Wo erhalten Betriebe ihr Geld zurück?


Anträge auf Erstattung des gezahlten Arbeitsentgelts sowie die Kopie der Befürwortung des Freistellungsantrages durch den Hessischen Jugendring sind beim
Hessisches Amtfür Versorgung und SozialesJohn-F.-Kennedy-Str. 465189 WiesbadenTel.: (0611) 71 57-0
einzureichen. Hierzu gibt es Erstattungsformulare, die nur beim Hessischen Amt für Versorgung und Soziales angefordert werden können.
Wichtig:Ohne Vorlage der Befürwortung kann keine Erstattung des gezahlten Arbeitsentgeltes erfolgen.
Für Fragen und Auskünfte zum Erstattungsvorgang stehen Ihnen Frau Schlapp, Tel.: (0611) 71 57-204 und Herr Sig, Tel.: (0611) 71 57-203 zur Verfügung.

Das Ganze kann auch auf folgender Seite nachgelesen werden:

http://www.hessischer-jugendring.de/infos/allginfo/sonderurlaub/leitfad.htm#3

Donnerstag, Mai 24, 2007

Mal über den Tellerrand schauen.

Die Paritätische Akademie bietet seit einigen Jahren Studienreisen an.
Unter anderen werden Reisen mit dem Schwerpunkt Ehrenamtliche Arbeit angeboten. http://www.paritaetische-akademie.de/start_fortbildung.htm

Beispielsweise geht eine Reise zu unseren Nachbarn nach Holland.
Überschrieben ist die Reise mit „ Soziale Arbeit mit Freiwilligen in den Niederlanden; Einblick in die holländische Projektlandschaft und deren Organisationen“
Vom 24. bis 27 September 2007 werden Projekte in Amsterdam und Utrecht besucht, um deren Arbeitsweise mit ehrenamtlichen Mitarbeitern zu erfahren.
TeilnehmerInnen können dabei sowohl die praktische Projektarbeit, als auch Verbandsarbeit kennenlernen. So sind unter anderem Besuche bei einem Dachverband und einer Freiwilligenzentrale vorgesehen.

Die andere führt über den großen „Teich“ in die USA.
Die Reise „Sozialarbeit in New York City“ wird im Rahmen eines eintägigen Seminars in Berlin vorbereitet. Das amerikanische Sozialsystem hat schon lange und vielfältige Erfahrungen beim Einsatz von Ehrenamtlichen gesammelt.
In diesem und auch während der Bildungsreise werden folgende Themen behandelt:
- Struktur des amerikanischen Sozialsystems
- Soziale Wertvorstellungen der amerikanischen Gesellschaft
- Besuch von Projekten in den Arbeitsfeldern der Migration, Gesundheitsprävention, Jugendarbeit, Behindertenarbeit, Suchtarbeit und Altenarbeit
Der nächste Reisetermin ist vom 13. bis 20. Oktober 2007


Schauen Sie doch mal rein, vielleicht haben wir Ihr Interesse geweckt.

Freitag, Mai 18, 2007

e-bay und Ehrenamt

Wenn man so mit Google, dem Datum des letzten Sonntags und dem Wort Ehrenamt rumspielt, kommt man manchmal an überraschenden Punkten raus.

Diesmal führte der Weg zu


e-bay.


Es ist schon erstaunlich was auf e-bay alles angeboten wird, wenn man das Wort Ehrenamt angibt. Hier eine kleine Liste, Stand Freitag der 18.05.2007 um 21.22 GMT:

Da die Angebote sich laufend Verändern, werden Sie, wenn sie dem unten angebeben Link zu e-bay folgen, andere Angebote finden. Trotzdem sei drauf hingewiesen, das es hier bei e-bay eine realtiv einfache Möglichkeit gibt, sich Informationen zu ehrenamtlicher Arbeit zu beschaffen.

P.S.: Ist keine Schleichwerbung, wir haben für diesen Hinweis nichts bekommen, sondern haben in gefunden und wollen auf diese Möglichkeit aufmerksam machen!

Ehrenamt und Wirtschaft – wie passt das zusammen?

Corporate Citizenship hat weiterhin Konjunktur. Die öffentliche Aufmerksamkeit an der über die Bereitstellung finanzieller Mittel hinausgehenden sozialen Verantwortung von Unternehmen ist in den letzten Jahren weiter gestiegen.

Wie kann das aber konkret aussehen?

Eine sehr informative Homepage für dieses Thema bietet die Bundesinitiative UPJ. Die Abkürzung steht für Unternehmen: Partner der Jugend, weil der Hauptfokus bei Organisationen der Jugend- und Sozialarbeit liegt. „Brücken“ zwischen den unterschiedlichen Bereichen: den sozialen Organisationen, der kommunalen Verwaltung und der Wirtschaft sollen über die Initiative „gebaut“ werden. UPJ hat bereits 1996 damit begonnen, neuartige Beziehungen zwischen Wirtschaft und Gemeinwesen zu initiieren, deren unterschiedliche Kompetenzen und Ressourcen in neuen sozialen zusammen zu führen.

Wer anschaulich sehen mag, was Corporate Citizenship ist und wie es funktioniert, kann auf der gut sortierten Seite „good practice“ im Hauptmenü anklicken und findet viele gute Beispiele dafür.

So gibt es auf der Startseite auch ein Projekt des Monats: diesmal wie die Mitarbeiter der Werbefirma McCann Erickson mit Schülern einer Förderschule einen Film gedreht haben. Warum die das machen, wie das zusammenpasst und was dabei entstehen kann ist zu erfahren unter:

http://www.upj-online.de/index/92429

Der Film kann runtergeladen werden.

Die Homepage bietet weiteren guten Service: von zahlreiche Handreichungen und Arbeitspapiere, die übersichtlich geordnet sind und echte Hilfen für die Praxis bieten , andere Publikationen, Nachrichten zum Thema bis zum Ansprechpartner für das Thema.

Freitag, Mai 11, 2007

Landesportal Ehrenamt in Baden-Württemberg mit einem Ausflug zum Thema „Ehrenamt und Schule“

Unter http://www.ehrenamt-bw.de/ kommt man auf die Ehrenamtsseite von Baden-Württemberg (B-W). Informationen rund um das Thema Ehrenamt finden sich dort. Die Seite ist sehr übersichtlich aufgebaut – auf der linken Seite befinden sich eine Reihe von Links über die sich weitere informative Seiten finden lassen wie z.B. klickt man auf „Ehrenamt und Bürgerschaftliches Engagement“ gibt es Begriffsbestimmungen und Studien, die sich natürlich nicht nur auf B-W beziehen.

Möchte man sich ehrenamtlich engagieren findet man unter „Verbände und Organisationen“ eine Reihe von Anbietern (Verbände, Projekte, etc.). Auch lassen sich unter „Praktische Hilfen und Infos“ Hinweise zu:
- Finanzierung, Projektförderung
- Anerkennung
- Fort- und Weiterbildung
- Vergünstigungen und Vorteile
- Versicherungen und GEMA
- Vereinsarbeit
- Ehrenamt und Schule
- Was tut das Land
finden.

Interessant ist, dass der Bereich „Ehrenamt und Schule“ als Engagementbereich extra aufgelistet ist. Dort werden aktuelle Projekte vorgestellt wie ein Jugendbegleiterprogramm oder Soziales Engagement an den Realschulen
in B-W. Seit 2004 gehören Themenorientierte Projekte neben den Fächern zum Regelangebot der Realschulen (5. – 10. Klasse). Insgesamt handelt es sich um vier Themenorientierte Projekte und eines davon ist „Soziales Engagement“. Hier können Schülerinnen und Schüler innerhalb einer Klassenstufe im Projekt Soziales Engagement sowohl im innerschulischen wie im außerschulischen Bereich arbeiten wie z.B. ein Sozialpraktikum in Vereinen, Verbänden, in Kirchen und Kommunen, in sozialen Einrichtungen, bei der Feuerwehr und im Sport. Das Projekt wird nach festen Regeln durchgeführt, d.h. soziales Engagement wird geplant, durchgeführt, dokumentiert, reflektiert, präsentiert und bewertet. Zum Abschluß erhalten die Schüler eine verbale Beurteilung und eine Note. Unter http://www.topse-bw.de/ können Projektbeispiele ausführlich angeschaut werden.

Aufgrund der aktuellen bildungspolitischen Diskussionen ein gutes Beispiel dafür, wie der Bildungsauftrag von Schulen mit gesellschaftspolitischen Anforderungen verknüpft werden kann und zwar so, dass die Beteiligten auch Spaß dabei haben.

Freitag, Mai 04, 2007

Heraus zum 1. Mai

So hatten wir uns das gedacht und sind von unserem Schema anlässlich des 1. Mai abgewichen. Wir haben nicht das Wort Ehrenamt in eine Suchmaschine eingegeben und dazu den 1. Mai, sondern sind auf die Seite der Arbeitnehmerorganisation in Deutschland, die Seite des DGB, gegangen und haben nach dem Begriff Ehrenamt gesucht.

Das Ergebnis war eher ernüchternd.

Es gab in den angebotenen Menüs das Wort Ehrenamt nicht!

Also haben wir es mit der Suchfunktion versucht. Besser 16 Treffer.

Aber was für Treffer. Zweimal wurde das "Glossar" angeboten. Eine Aufagbe für Indianer Jones oder höher Begabte. Ohne Geheimwissen war in dieser Bleiwüste das Wort Ehrenamt nicht zu finden.

Und die anderen 14 Möglichkeiten waren auch nicht toll. Zwei, drei Texte, in denen auf die Funkion des Betriebsrats als ehrenamtlichge Tätigkeit hingewiesen wurde. Aber nur unter Ferner liefen. Ein Text zu "Zeitpolitik".

Sozusagen Gewerkschaft Neomodern.

Einmal der Bundespräsident und ansonsten spätsozialwirtschaftliche Bleiwüsten, nur für erfahrene Sitzungsnomaden geeignet. Jeder normale Mensch verdurstet oder verliert die Konzentration bevor er in ihnen das Wörtchen Ehrenamt findet.

Man kann das noch steigern, indem man auf die Rubrik Themen geht, Themen von A-Z anklickt und jetzt das Wort Ehrenamt eingibt:

72 Nennungen

Sozusagen die Wüste Sahara in Blei. Nur für ganz erfahrene Textbeduinen geignet.

Na ja, war halt so ein Versuch und wir hatten sogar etwas Hoffnung.

Wer es sich selbst ansehen will:

http://www.dgb.de/

Aber wir gesagt, Kamele mitnehmen und viele Wasserschläuche, sonst kommt ihr in der Bleiwüste um.

Donnerstag, April 26, 2007

Ehrenamt und Umweltschutz

Eine gute Sache, sich für den Umweltschutz zu engagieren, so denken nicht nur viele Menschen sondern auch das ZDF und der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). http://www.dbu.de/
ZDF.umwelt und DBU zeichnen wieder vorbildliches Engagement ehrenamtlicher Naturschützer aus. Am Wettbewerb muna - Mensch und Natur können sich bis zum 30. Juni 2007 Einzelpersonen und Gruppen beteiligen, die in ihrer Freizeit ideenreich für den Naturschutz aktiv sind. (http://www.dbu.de/719.html)
Der Preis ist mit 25.000 Euro prämiert und zum 6. Mal ausgeschrieben. Gewinnen werden gute Ideen in Sachen Förderung von Ehrenamt und Umweltschutz.
Zu den fünf Gewinnern können aber auch Menschen gehören, die der breiten Öffentlichkeit das Thema Naturschutz mit außergewöhnlichen Aktionen und interessanten Projekten näher bringen. Die Preisverleihung findet am 28. September 2007 im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU statt.
Eine Gute Idee auch, es nicht bei einer einmaligen Preisverleihung zu lassen, sondern „Nachahmer“ zu gewinnen und zu fördern. Im Anschluss an jede Preisverleihung folgt die sogenannte Multiplikationsförderung bzw. Nachahmerförderung. Zu diesem Zweck stellt die DBU in jedem Jahr 100.000 Euro zur Verfügung. Die maximale Fördersumme beträgt 2000 Euro, ein Eigenanteil ist hier nicht erforderlich. Die DBU möchte mit diesem Fördermedium in jedem Jahr etwa 50 ehrenamtliche Projekte unterstützen.Die Ideen und Zielsetzungen der Preisträgerprojekte, bilden inhaltlich die Basis für die nachfolgend aufgeführten Förderschwerpunkte. Durch diese Nachfolgeprojekte sollen die Ideen der aktuellen muna-Preisträger bzw. die naturschutzfachlichen Inhalte ihrer Projekte Verbreitung finden.
Grundsätzlich förderfähig sind:
ehrenamtlich durchgeführte Maßnahmen,
die zur Verbesserung und Erhaltung naturnaher Lebensräume und damit zur Förderung der Biodiversität beitragen
oder durch verschiedene Formen der Umweltkommunikation die Naturschutzarbeit in besonderer Weise unterstützen.
Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sagt zur Idee des Preises: »Die 'muna' ist eine hervorragende Plattform, die Menschen stark zu machen, die aus freien Stücken der Natur helfen. Sie motiviert die Preisträger, in ihrem Bemühen um den Schutz einer intakten Natur nicht nachzulassen, und animiert andere, ihnen nachzueifern.«
Wir finden ein Engagement das sich allemal lohnt.

Freitag, April 20, 2007

Vereinsführung und Ehrenamt

Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements - was bedeutet das – wo erfahre ich das?

Unter „ http://www.vereins-office.de/ - das Portal für die Vereinsführung“ kann man unter anderem einige gute rechtlichen Hintergründe finden, die mit Vereinsführung und Ehrenamt im Verein zusammenhängen. So ergab der Suchbegriff „Ehrenamt“ einige interessante Treffer.

Zum Beispiel Hintergründe für das „Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“, das ja wieder kontrovers diskutiert worden ist. Es soll bis auf wenige Ausnahmen (Vorsteuer­pauschalierung) rückwirkend bereits zum 01.01.2007 in Kraft treten. Der Parlamentarische Abschluss über die letzte BR-Sitzung ist voraussichtlich am 05./06.07.2007.

Aber was bedeutet dies praktisch gesehen?

In einem Beitrag auf der Seite erhalten Sie einen Überblick zum momentanen Stand des Gesetzesentwurfes, die Kernpunkte zum neuen Gesetzentwurf bis hin zu sinnigen Vorschlägen und Forderungen für das laufende Gesetzgebungsverfahren.

Hier findet man Infos zum letzten Stand des Gesetzes und was dahinter steht

http://www.vereins-office.de/SID203.K30cwkYo1I0/newsDetails?newsID=1175678755.51&d_start=0&SearchableText=Ehrenamt&
searchDownloads=true&searchNews=true&UIS=true&UIO=true&
searchSubmit=%3E%3E+Los

Die Suche auf den Seiten ergab weitere Infos und Hinweise z.B. zu folgenden Sachverhalten:

- Aufwandsentschädigungen: Was Vorstände verdienen dürfen

- Ehrenamt und Sozialversicherung

- Transparenz bei ehrenamtlichen Mitarbeitern: Es zeigen sich immer wieder viele Probleme im Zusammenhang mit der Frage des Vorliegens eines sozialversicherungrechtlich relevanten Tätigwerdens in einem Verein

- etc.

Ein Forum bietet weiterhin die Möglichkeit, gezielt Fragen zu stellen.

Freitag, April 13, 2007

Bücher zum Thema Ehrenamt

Unzählige Internetseiten öffnen sich, wenn wir etwas über zum Thema Ehrenamt suchen.
Sollte dem einen oder anderen der Sinn nach „mehr“ stehen, nach ein paar Seiten, die in Ruhe durchgestöbert werden können, finden Sie das passende Nachschlagewerk vielleicht sogar auf der Seite von amazon.de.
Unter dem Link http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&index=books-de&field-keywords=Ehrenamt&page=1 finden Sie über 180 Buchtitel zum Thema Freiwilligenarbeit und Ehrenamt. Die Spanne der Titel ist ebenso breit, wie die der Preiskategorien. Ausführliche Informationen zum Inhalt der Bücher erhält man leider nicht, beim Durchsehen der Titelliste findet sich aber eine Reihe von Themen, die interessant sein können und falls nicht auf dem gewerblichem dann doch über andere Wege nach recherchiert werden können.
Die Titelliste wird angeführt von einigen Büchern für Vereinsvorstände. Nachfolgend finden sich sämtliche andere Themen, sei es zum Management von ehrenamtlichen Mitarbeitern und finanzrechtlichen Hintergründen, zum Ehrenamt im Alter, Ehrenamt in der Kirche oder im Kulturbereich, bürgerschaftliches Engagement oder Freiwilligenarbeit innerhalb und außerhalb Deutschlands u. s. w. Auch Studien und aktuelle Daten sind erhältlich.
Zu guter Letzt aber doch nochmal ein Hinweis auf das Internet. Unter dem Link http://www.ehrenamtsbibliothek.de/suche.cfm finden Sie eine Bibliothek mit einer gezielten Auswahl an Dokumenten zum Thema Ehrenamt in deutscher und englischer Sprache. Der Bestand wird regelmäßig mit neuen Texten ergänzt. Derzeit sind über 125 Veröffentlichungen abrufbar.
Viel Spaß beim Lesen!

Freitag, April 06, 2007

Gute Tat (Berlin) - ausgezeichnetes Kurzzeitehrenamt

„Heute schon geengelt?“ – so fragt man bei der Stiftung Gute-Tat nun schon seit einigen Jahren. Schnelle und unbürokratische Hilfe steht im Vordergrund. Zielgruppe sind Menschen, die sich zunächst nicht fest binden möchten sondern in Kurzzeit-Projekten freiwillig tätig sein möchten.

Nun wurde die Stiftung Gute-Tat von startsocial, dem bundesweiten Wettbewerbs für soziale Ideen unter insgesamt mehr als 500 soziale Projekten als eines von sieben herausragenden ehrenamtlichen Aktionen ausgezeichnet. Gratulation!

Entstanden ist die Idee zu dieser Informationsplattform für soziale Projekte im Internet aus der eigenen Erfahrung auf dem Gebiet Internetportale und in der Überzeugung, dass die Vorteile gerade des Internets als Informations- und Kommunikationsmedium zukunftsweisend sind.

Wir haben mal nachgeschaut:

Auf der Homepage findet man sich tatsächlich schnell zurecht! Von der Suche nach möglichen Projekten über schnelle Hilfe (Geld- und Sachspenden), Verschenke-Börse bis zu allen Hintergrundinfos wie Konzept und Geschichte der Stiftung ist alles übersichtlich zu finden. Die Suchmaschine für die Projekte bietet interessante Möglichkeiten für den Abgleich mit den eigenen Ideen und lässt sich gut handhaben! Geht mal drauf, von diesen Berlinern kann man sich einiges abkiecken.

Frohe Ostern für unsere Leser sagen Michel und Michaela!

Freitag, März 30, 2007

Neue Ratgeberband ‚“GUT TUN - TUT GUT“ im Bereich Ehrenamt erschienen

Ab Ende März wird der Ratgeberband "Gut tun tut Menschen helfen Menschen im Alltag. 70 kleine Ideen und Tipps für Glücksbringer" im Buchhandel erhältlich sein.

Angekündigt ist der Band als ein eine praktische Ideensammlung wie man andere Menschen mit ganz praktischen Dingen unterstützen kann und soll viele Tipps für das ehrenamtliche Engagement enthalten.

"Wir wollen damit noch mehr Menschen ermutigen, für andere da zu sein", erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. "Schon mit wenig Zeitaufwand, kann man viel bewirken."

Das Buch ist erschienen im Schweizer Pendo-Verlag. Es für 9,90 Euro im Buchhandel erhältlich und hat einen Umfang von 88 Seiten.

Der Ratgeber, der aus einer gleichnamigen Kampagne des Sozialverband Deutschland (SoVD) entstanden ist, wird auch viele Beispiele und Erfahrungsberichte von SoVD-Mitgliedern enthalten, die sich seit Jahren ehrenamtlich engagieren.

Schirmherrin der Kampagne ist Frau Prof. Dr. Gesine Schwan, Präsidentin der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder).

Hier noch kurz etwas zum SoVD:

Der SoVD ist ein Verband der die Interessen für Rentnern, Patienten, pflegebedürftigen und behinderten Menschen gegenüber der Politik vertritt. Er setzt sich für soziale Gerechtigkeit und Solidarität ein. Der SoVD berät seine über 500.000 Mitglieder in sozialrechtlichen Fragen und bietet bundesweit ein dichtes Netz an Beratungsstellen.

Mehr Informationen über die Kampagne "Gut tun tut gut" des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) finden Sie unter

Samstag, März 24, 2007

Ruhestand & Ehrenamt

Liegen hier nicht noch viele versteckte Ressourcen für freiwilliges Engagement, insbesondere mit Blick auf die demographische Entwicklung?
Unsere heutige Generation der Ruheständler kann und möchte noch viel mehr als sich zur Ruhe setzen. Man spricht bereits von den „jungen Alten“ und Jungrentnern.
Gemeint sind Vorruheständler und Senioren zwischen 55 und 70 Jahren. In dieser Generation finden wir geballtes Erfahrungswissen und viele hoch qualifizierte Menschen, die noch einiges zu geben haben.

Der „Stern“ verweist in einem zurückliegenden Artikel auf Zahlen aus einem Freiwilligenbericht der Bundesregierung. Demnach engagiert sich unter den 56-75-Jährigen jeder Dritte für gemeinnützige Zwecke. Allerdings sind hier auch einmalige Aktivitäten mit einbezogen, wie der selbst gebackene Kuchen für das Dorffest u.s.w.
Die Zahl derer, die regelmäßig und mit mehr als 15 Stunden aktiv sind, ist weitaus geringer.

Woran könnte das liegen…?
Ist es der fehlende finanzielle Anreiz, der das Ehrenamt unattraktiv für die ältere Generation macht? Hier muss allerdings betont werden, dass viele soziale Einrichtungen und Institutionen sehr wohl in ihrer Anerkennungskultur einige Anreize für ihre Ehrenamtler geschaffen haben. Die Formen der Anerkennung gehen vom Erstatten der Auslagen, z.B. dem Fahrgeld über Feste und Ausflüge, die teilweise speziell für die Ehrenamtlichen organisiert werden. Beispielhaft wird hier die Ehrenamtskarte von Hessen genannt, die den Ehrenamtlichen Vergünstigungen in Museen, Bädern u. ä. ermöglicht.

Trotz allem sollten materielle Anreize im Ehrenamt eher eine zweitrangige Rolle spielen. Der ideelle Gewinn ist es doch, der vielen Menschen einen ganz speziellen Anreiz bietet.
„Ehrenamtliches Engagement bringt kein Geld, ist aber auch nicht umsonst“ unterstreicht der „Stern“. So sollten wir das auch weiterhin betrachten. Die Betätigungsfelder sind sehr vielfältig und bieten eine breite Palette an Möglichkeiten.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es bereits zahlreiche Initiativen gibt, in denen sich aktive Ruheständler selbst organisiert und vernetz haben.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat zahlreiche generationsübergreifende Freiwilligen-Projekte finanziell unterstützt.

Vielleicht sollten auch Unternehmen, viel mehr Mitarbeiter, die in den Ruhestand verabschiedet werden, verstärkt auf die Möglichkeiten des Engagements aufmerksam machen.
Warum dafür nicht sogar einige aktive Ruheständler als Trainer in das Unternehmen bitten..?

Schauen Sie sich um, z. B. bei den „seniorTrainerin“nen aus dem Modellprogramm EFI –Erfahrungswissen für Initiativen: http://www.efi-programm.de .

Freitag, März 16, 2007

Ehrenamt in der AWO


Unter diesem Emblem findet sich auf den Seiten des AWO-Bundesverbandes eine Seite mit Material und Hinweisen zur ehrenamtlichen Arbeit.

Die Auswahl reicht von Erklärungen des Bundesvorstandes der AWO über Texte zur Geschichte des Ehrenamts bis zu Arbeitsmaterialien. Insgesamt eine Seite, auf der man einiges finden kann, was man für die praktische Arbeit gebrauchen kann. Ledig zwei kleine Kritikpunkte seien angemerkt.

1. Da wird im Jahr 2003 eine telefonische Mitgliederbefragung zum Thema Ehrenamt angekündigt, aber man findet nirgends auf der Seite drei Jahre später Ergebnisse oder Auswertungen dieser Befragung.

2. Obwohl die Erklärung des Bundesvorstandes der AWO zum Ehrenamt mit dem Satz beginnt:"
Bürgerschaftliches Engagement ist eine bedeutsame Form der Beteiligung an den Belangen des Gemeinwesens."
sind die meisten Einträge und Materialien auf dieser Seite aus den Jahren 2003 und früher. Lediglich dreimal ist danach etwas der Seite hinzugefügt worden. Zwei Links auf der Seite funktionieren nicht mehr und enden mit ERROR. Irgendwie kann das mit der Bedeutung des Ehrenamts nicht so ganz hinhauen, wenn für die gute Pflege solch einer an sich wertvollen Seite die Kraft fehlt.

So jetzt war das aber genug Negatives. Insgesamt ist die Seite mit ihren Materialien eine Hilfe. Wer sie sich ansehen möchte, findet sie unter folgendem Link:

http://www.awo.org/pub/verbd_einr/ehrenamt/index.html?openmenu=10


Für die die nicht direkt hingehen wollen hier die Auflistung, was es auf dieser Seite gibt:

Mitgliederbefragung 2003

Ehrenamt im Wandel

Leitgedanken zum bürgerschaftlichen Engagement in der Arbeiterwohlfahrt (Erklärung des Bundesvorstandes)

Politische Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement (Wilhelm Schmidt)

Historie und Bedeutung des Ehrenamtes in der Arbeiterwohlfahrt (C. Wolfgang Müller)

Die Leitbilddiskussion in der Arbeiterwohlfahrt (Ludwig Pott)

Bürgerschaftliches Engagement in der Arbeiterwohlfahrt (Ludwig Pott)

Die Initiative Ehrenamt (Ludwig Pott)

Praxisprojekte und Initiativen

Bürgerschaftliches Engagement und Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit

Büro für Bürgerengagement, Köln

Pressemeldungen:
AWO legt Sozialbericht "Ehrenamt im Wandel" vor
Auf Enquete-Bericht müssen taten folgen!


Leseprobe: Praxishandbuch


Ehrenamtspreis 2005 „für mich, für uns, für alle“

Freiwilligenagenturen, -börsen, -zentren

Praxisfeld für bürgerschaftliches Engagement: Kindertagestätte

Arbeitshilfe zur Planung

Bewerbungsprofil (22 kB)

Der Ehrenamts-Nachweis


Aus dem AWO-Magazin

Ausgabe 4/2002
Jetzt müssen Taten folgen
Netzwerk für Bürgerengagement
Ausgabe
6/2001
Ehrenamt im Wandel
Ausgabe
4/2001
Zauberstrategien gibt es nicht...
Ausgabe
2/2001
Was ich kann, ist unbezahlbar
Ausgabe
6/1999
Gute Laune – Schlechte Laune
Ausgabe
5/1999
Ein Drehbuch für die Hauptrolle


Links
Handlungskonzept für bürgerliches Engagement bei der AWO Ostwestfalen-Lippe
Enquetebericht: Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements (Download 3.224 kB)
Website www.ehrenamt.de

Wer mit der AWO zu Fragen des Ehrenamts Kontakt aufnehmen will kann sich an Ludwig Pott (Ludwig.Pott@awo.org) wenden.

Die fett rot gedruckten Pressemeldungen sind die Stelle in der Seite wo man auf ERROR stößt.

Freitag, März 09, 2007

Die Bundesvereinigung deutscher Musikverbände e.V. (bdmv) vergibt den „Innovationspreis Ehrenamt“

Bereits zum sechsten Mal vergibt der bdmv in Zusammenarbeit mit der Musikmesse Frankfurt den „Innovationspreis Ehrenamt“.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Musikmesse Frankfurt (28. bis 31. März 2007) statt.

Ausgezeichnet werden innovative Orchester. Unter dem Thema „Musik für alle!“ werden in diesem Jahr außergewöhnliche Projekte zur Nachwuchsgewinnung sowie Projekte zur Integration und Heranführung von benachteiligten Personen an die Musik ausgezeichnet.

Dem Verein gehören 1,3 Millionen Mitglieder an, davon sind 60% unter 26 Jahren. 18.000 Orchester werden vor allem von Ehrenamtlichen geführt. Das heißt sehr viel Engagement und hoher Einsatz. Vor allem die Jugendlichen sollen durch innovative Aktionen gewonnen werden und sich in der Kulturarbeit ehrenamtlich engagieren. Die Bundesvereinigung weiß um die vielen motivierten Orchester. Um diesen Einsatz zu honorieren, die Idee in Deutschland bekannter zu machen und Anregungen für andere Vereine und Verbände zu geben, wurde dieser Preis konzipiert.

In Jahre 2006 wurde der Preis beispielsweise an ein Soundstudio in einem Musikhaus in dem Dorf Köndringen nahe Freiburg/Breisgau vergeben, in dem vereinsgebunde und auch behinderte Kinder musizieren.

Der Preis 2007 ist mit 1.500,- Euro dotiert und wird von einer Jury vergeben. Dieser steht der bdmv-Generalsekretär Stefan Liebing vor.

Bis zum 15. März 2007 können Bewerbungen eingereicht werden und sind an die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V., „Innovationspreis Ehrenamt“, König-Karl-Straße 13, 70372 Stuttgart zu richten.

Auf der Internetseite des bdmv http://www.bdmv-online.de/ findet sich leider kein genauerer Hinweis auf den Innovationspreis. Dafür erfährt unter folgendem Link mehr:

http://www.miz.org/news_4204.html

Insgesamt ist Idee des Innovationspreises, der kreative Mitgliederwerbung, die Einbeziehung Jugendlicher zu eine gute Stategie für einen

Die Idee des bdmv einen Preis zu kreieren der innovative Mitglieder und deren Mitgliederwerbung ehrt ist schöne Form der Anerkennung und kann Anreiz für andere Vereine sein, auch diese Wege zu gehen.

Freitag, März 02, 2007

Ehrenamtsvideos

Schaut man auf die Daten, die Infra-Test München im Freiwilligensurvey 2004 für Berlin erhoben hat, so ist die Altersgruppe, die das höchste Maß an Aktivität zeigt, die der 14- 30 Jährigen.

















Die Lebensfreude und die Kraft die für junge Menschen in ehrenamtlicher Arbeit liegt kann man gut in den Videos sehen, die junge Ehrenamtliche ins Internet gestellt haben. Wir haben uns ein bischen umgesehn und einige dieser kleinen Filme ausgewählt um Sie ihnen an diesem Wochenende vorzustellen.
Wir laden Sie ein zu einer kleinen Filmschau. Wir beschreiben mit wenigen Stichworten die jeweiliegn Filme und bieten Ihnen dann einen Link zu dem Film an. Klicken Sie darauf, dann können Sie den Film sehen. Achten Sie darauf, dass Sie dies auf einem Computer mit Soundkarte tun, bei dem der Sound angestellt ist. Viel Spaß:

DLRG Flensburg „Soliwatch“ Witzige selbstironische Rettungsaktion der DLRG Flensburg

DLRG – Action Movie. Miami Vice lässt Grüßen.

Help me DLRG-Oldenburg Notfallübung in Oldenburg, Aktion Abenteuer Rockmusik

Malteserjugend Lebach 2007 Video das mit Interviews, vielen Bildern und guter Musik für die Arbeit bei den Maltesern wirbt.

Feuerwehr Groß-Zimmern „Da brennt ja ein Auto“ Werbefilm für die Feuerwehr, der einen Einsatz zeigt.

Werbefilm des DRK mit der Musik und dem Motto: „Du bist der Rettungsdienst

DRK Raunheim Kelsterbach Werbefilm für die Arbeit beim DRK mit guter Musik und spannenden Bildern

Äußerst witziger Werbefilm für die Arbeit beim DLRG-Brandenburg mit Anspielungen auf Baywatch.

DLRG LVÜ Dornick 2004 Witzige Rap-Video des DLRG mit dem Song „Wir sind die Guten…“

Verstehen Sie Spaß bei der DLRG



Samstag, Februar 24, 2007

Arbeitslosigkeit und Ehrenamt

Man könnte annehmen, dass Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, allein aufgrund ihrer Zeitressourcen und dem Bedürfnis nach einen Beschäftigung verstärkt einem Ehrenamt nachgehen. Interessanter Weise ist eher das Gegenteil der Fall. In Untersuchungen hat man festgestellt, dass wesentlich mehr Berufstätige ehrenamtlich tätig sind als Arbeitslose. Schauen wir uns konkrete Zahlen an, dann wird der Unterschied deutlich. Laut einer Studie, die von der Bundesregierung im Februar 2007 veröffentlicht wurde, sind 40 Prozent der Berufstätigen ehrenamtlich tätig, aber nur 27 Prozent der Arbeitslosen. Diese Zahlen finden wir auch auf den Internetseiten des ZDF. In einem Fernsehbeitrag hat sich der Sender mit dem Thema „Kompetenz durch Ehrenamt - Nur wenige Arbeitslose engagieren sich ehrenamtlich“ beschäftigt. Einen entsprechenden Beitrag zur Sendung finden wir unter dem Link http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,4392004,00.html, im Archiv vom 18.02.2007.

Hier wird sehr plausibel dargestellt, wie es zu dieser Erscheinung kommt. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass jemand, der seit längerer Zeit arbeitslos ist, eher einen inneren Rückzug antritt, als dass er selbstbewusst und engagiert auf andere zugehen kann. Mal ganz abgesehen davon, dass das Ehrenamt keinen finanziellen Rückhalt bieten kann. Hinderlich kommt hinzu, dass bei lang anhaltender Arbeitslosigkeit tatsächlich fachliche und soziale Kompetenzen verloren gehen können, so formuliert es auch der Soziologe Jürgen Kocka vom Wissenschaftszentrum Berlin.

Was kann man nun daraus schließen…

zum Beispiel, dass ein frühzeitiges freiwilliges Engagement zu Beginn der Arbeitslosigkeit dieser Entwicklung entgegenwirken kann, denn…

Die positive Wirkung des Ehrenamts

…wer sich ehrenamtlich engagiert, tut nicht nur etwas für andere oder die Gesellschaft. Er bekommt ebenso soziale Kontakte, kann eigenes Erfahrungswissen in sein Tätigkeitsfeld mit einbringen, die eigenen Kompetenzen erhalten und neue hinzugewinnen. Wichtig bei allem Engagement ist aber vor allem die Lust und nicht etwa der Frust als Motivation für das Ehrenamt.

Verstehen wir es als Appell an die Behörden, so auch die Experten im ZDF.

Unsere Arbeitsämter könnten Arbeitslose frühzeitig auf die Möglichkeit ehrenamtlichen Engagements hinweisen. Es gibt zahlreiche Freiwilligenagenturen, auf die verwiesen werden kann.

Eine ehrenamtliche Tätigkeit sollte von den Ämtern nicht als Hindernis in Bezug auf die weitere Vermittlung gesehen werden, sondern als Möglichkeit, die Arbeitsfähigkeit des Betroffenen zu erhalten.

Vorreiter Berlin...?

An dieser Stelle sei Berlin ausnahmsweise als „Vorzeigebeispiel“ genannt. Die Zahlen für Berlin zeigen ein anderes Bild bei der Frage nach Arbeitslosigkeit und Ehrenamt.

Infratest hat entsprechende Daten erhoben, die folgendes aufzeigen: 1999 haben sich 18 % der Arbeitslosen ehrenamtlich engagiert, während insgesamt 24 % der Gesamtbevölkerung ehrenamtlich tätig waren.

Im Jahre 2004 stieg der Anteil der Arbeitslosen im Ehrenamt auf 26 % , der Anteil der Gesamtbevölkerung ist hingegen mit 29 % nur leicht angestiegen. Das heißt, hier ist die Schere zwischen den Arbeitslosen und Berufstätigen, die sich ehrenamtlich engagieren wesentlich geringer als in anderen Bundesländern.

Das ist ein sehr positives Ergebnis für Berlin auch unter dem Aspekt, dass in Großstädten normalerweise das Engagementpotential wesentlich geringer ist als in ländlichen Regionen.

Vielleicht verdanken wir diese positive Entwicklung den zahlreichen Initiativen, die in den letzten Jahren entstanden und gewachsen sind und die die Berliner Strukturen wesentlich verändert haben.

In Berlin gibt es allein mehr als zehn Freiwilligenagenturen, als zentraler Anlaufpunkt sei vor allem die Landesfreiwilligenagentur von Berlin, der Treffpunkt Hilfsbereitschaft http://www.freiwillig.info genannt, desweiteren die Stiftung „Gute Tat“ http://www.gute-tat.de mit Angeboten zum kurzzeitigen Engagement sowie das Bürgerportal des Berliner Senats unter http://www.berlin.de/buergeraktiv. Dies nur als kleiner Auszug aus der umfangreichen Berliner Ehrenamtslandschaft.

Können wir dem also entnehmen, Ehrenamt hat positive Wirkung auf Menschen in Arbeitslosigkeit und ist durchaus förderungswürdig und unterstützenswert.

Donnerstag, Februar 15, 2007

Zentrum Aktiver Bürger

http://www.iska-nuernberg.de/zab/index.htm

Unter diesem Link kommt man auf die Seite von „Zentrum Aktiver Bürger in Nürnberg“ (ZAB). Das Zentrum ist eine Anlaufstelle für alle, die sich ehrenamtlich in verschiedenen Projekten engagieren wollen.

Das Besondere daran ist:

- dass mit den Interessenten gemeinsam Einsatzfelder ihre Engagements entwickelt werden, d.h. das ZAB versteht sich nicht nur als Vermittlungseinrichtung. Sie sind davon überzeugt, dass viele Aktivitätsfelder von Ehrenamtlichen selbst neu geschaffen werden können.

- dass das ZAB eine qualifizierte Begleitung der Ehrenamtlichen sicherstellt, indem sie mit professionellen Partnern kooperieren, die eine Begleitung von Hauptamtlichen garantieren.

Die Seite ist sehr übersichtlich aufgebaut - auf der linken Seite sind die Tätigkeitsfelder aufgelistet, über diese kann man sich durch die Angebote „klicken“.


- Aktiv mit Kindern

- Aktiv für Jugendliche

- Aktiv für Familien

- Aktiv mit Migrant(inn)en

- Aktiv für Kranke

- Aktiv für Ältere

- Aktiv für AlleAktiv mit Unternehmen

- Aktiv für KulturAktiv mit Partnern


Die Einsatzfelder werden sehr ausführlich beschrieben, was bei allen Projekten auffällt ist, dass der Einsatz von Ehrenamtlichen professionell organisiert ist:


- über das ZAB sind alle Ehrenamtlichen mit einer Haft- und Unfallversicherung abgesichertFahrtkosten und andere Auslagen werden möglichst unkompliziert erstattet

- in allen Projekten findet die Einführung und Begleitung durch eine hauptamtliche Kraft statt (Eingangsgespräch, Engagementwünsche, ...)

- je nach Einsatzgebiet werden den Ehrenamtlichen kostenlose Fortbildungen und Gruppentreffen ermöglicht

- es gibt Angebote zum „Hineinschnuppern“ und gut gestaltete Anerkennungsformen (gemeinsame Feiern, Ausflüge, ...),

Das ZAB hat im April 2006 eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Befragung sowie die Ergebnisse können eingesehen werden. Hier einige Ergebnisse:


- im April 2006 engagierten sich etwa 300 Ehrenamtliche im ZAB, 2004 waren es noch 240

- In allen 13 Tätigkeitsfeldern waren die Ehrenamtlichen mit der Zusammenarbeit/Unterstützung durch Hauptamtliche des ZAB sehr zufrieden

- Etwa 25 Prozent der Ehrenamtlichen leisteten 20 Stunden und mehr pro Monat, bei meist flexiblen Einsatzzeiten

- die größere Wertschätzung von Teamarbeit und das ausgeprägte Dienstleistungsverständnis der Hauptamtlichen sind positiv zu bemerken


Insgesamt ein sehr ansprechendes und professionelles Projekt, das mit der Blickrichtung auf das „neue Ehrenamt“ den Puls der Zeit erkannt hat. Das ZAB hat die Rahmenbedingungen für Ehrenamtlichen optimal entwickelt, so dass diese den Wünschen der Ehrenamtlichen entgegenkommt und ihre Fähigkeiten optimal zur Geltung bringt.






Sonntag, Februar 11, 2007

"Berliner helfen" - Eine Initiative der Berliner Morgenpost

Beim „Nachblättern“ in den Tageszeitungen zum Thema Ehrenamt und feiwilliges Engagement finden sich einige nicht mehr ganz aktuelle Artikel, die bereits veröffentlicht wurden. In der „Berliner Morgenpost“ beispielsweise ist am 3.Februar 2007 eine Kolumne unter dem Titel „Nur einen Moment, bitte“ erschienen mit der interessanten These, dass, wer sich ehrenamtlich engagiert, Endorphine produziert, Glückshormone ausschüttet, und damit widerum Stress reduzieren kann. Klingt interessant. Die Autorin Sabine Sans geht anschließend noch auf einige Daten zum Freiwilligensurvey von 2004 ein. Woher die Theorie mit den Glückshormonen stammt, wird leider nicht verraten. Zum Nachlesen der Kolumne gehen Sie auf folgenden Link
http://www.morgenpost.de/content/2007/02/03/ttt/880568.html


Unter der Kolumne finden wir nachfolgend den Hinweis auf:

Eine Initiative der Berliner Morgenpost "Berliner helfen "

zu finden unter dem Link: http://www.berliner-helfen.de/

Das klingt spannend und ist es auch. Im Jahr 2000 gründeten Journalisten und Mitarbeiter des Verlages den Verein „Berliner helfen“. Hier wird über einen sehr öffentlichkeitswirksamen Weg, Menschen in Not geholfen. Die Redaktion kann nachfragen und aufklären, erreicht sämtliche Leser mit ihrem Anliegen und kann gleichzeitig Kontakte vermitteln und Hilfe organisieren. Das kann in Form von Beratung, Sachmitteln oder Spenden passieren.

Insbesondere bezieht sich die Unterstützung auf Menschen aus Berlin und Brandenburg.

Das Ziel ist die Unterstützung bei der Hilfe hin zur Selbsthilfe.

„Alle Hilfsleistungen werden komplett durch Spenden finanziert.", so die Aussage des Vereins.

Auf dieser Seite taucht auch der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband mit seinem Verbandslogo auf.

Bei den „Aktivitäten“ lassen sich noch einmal sämtliche Beiträge finden, die bereits zum Thema Ehrenamt und freiwilliges Engagement veröffentlicht wurden und viele weitere Beiträge zu Themen aus dem sozialen Bereich, siehe dazu die Themenliste unter
http://www.berliner-helfen.de/aktivitaeten.html/thema1501.html
Angefangen mit Aktionen zum„Advent und zu Weihnachten“ lässt sich einiges recherchieren über Familie, Kinder &Jugendliche bis hin zu Selbsthilfegruppen und vielem mehr. Ein interessantes Nachschlagewerk.

Auf den letzten beiden Seiten des Vereins gibt es einen Spendenaufruf und die Kontaktdaten zur Berliner Morgenpost:

Unsere Mailadresse:

kontakt@berliner-helfen.de

Unsere Postanschrift:

Berliner Morgenpost Berliner helfen e.V. z.Hd. Sabine Sans Postfach 3110 10888 Berlin

Telefon 030-2591-73819 Telefax 030-2591-73818

Ein kurzes Schlusswort:

Der Internetauftritt vom Verein "Berliner helfen" ist kurz und knapp gehalten, jedoch informativ. Die Seiten bilden die wichtigsten Informationen ab und die „Aktivitäten“-Liste lädt ein zum Recherchieren und Stöbern in ehemaligen Zeitungsartikeln.

Interessant wäre eine Seite, auf der die Hilfsprojekte gesondert vorgestellt werden., wie wurde bereits geholfen und wem, was ist aus den Leuten geworden.

Schön ist es, zu wissen, dass es in der Berliner Morgenpost Journalisten und Mitarbeiter gibt, die sich dem sozialen Bereich auf diese Art und Weise zuwenden. Das lässt auf hilfreiche Unterstützung für Menschen in Notsituationen hoffen und auch auf viele weitere interessante Artikel zu sozialen Themenbereichen.


Sonntag, Februar 04, 2007

Das deutsche Ehrenamtsportal

Zum Thema Ehrenamt bietet uns Google nicht nur Rechercheergebnisse, sondern auch die Rubrik "Anzeigen". Hier finden wir unter http://www.ehrenamtsportal.de Deutschlands Ehrenamtsportal. Das hört sich vielversprechend an und wird auch dementsprechend angekündigt.

Wir werden begrüßt mit den Worten Ehrenamtliche sind glücklicher! und
angesprochen mit folgendem Text: "Wenn Sie durch dieses Portal für das Ehrenamt marschieren, können Sie Antworten auf die Frage finden: Wo und was kann ich in meinem Ort ehrenamtlich tun ? Antwort: mehr als Sie glauben. Schauen Sie sich mal um auf den nächsten Seiten."

Wir schauen uns um und finden zuerst einen Hinweis zu
Vermittlungsbüros. Es werden drei Links vorgestellt, was etwas wenig erscheint, wenn sich das Portal auf das gesamte Bundesgebiet beziehen möchte. Aber schauen wir uns weiter um. Wenn wir mit den genannten drei Links www.bagfa.de, www.buerger-fuer-buerger.de und www.caritas.de nicht weiterkommen sollten, können wir schauen, ob uns die lokale Websuche weiterhilft. Hier werden die folgenden Wohlfahrtsverbände genannt:
  1. Caritas (Katholische Kirche)
  2. Diakonie (evangelische Kirche)
  3. AWO (Arbeiterwohlfahrt)
  4. DRK (Deutsches Rotes Kreuz)
  5. Parität (Paritätischer Wohlfahrtsverband)

    und wir erhalten Hinweise anhand von Suchbegriffen für die weitere Suche nach einem Ehrenamt bei Google.

    Sehen wir uns die
    Ehrenamtsarten an:
Diese verschiedenen Einsatzfelder werden uns angeboten. Auch hier werden wir aber auf weitere Links von verschiedenen sozialen Organisationen und Vereinen verwiesen, von Senioreninitiativen über Greenpeace. Eine recht breite Auswahl, die durchaus noch überschaubar ist, aber für die man auch die nötige Muße braucht zum Stöbern.

Wir können uns auch in den einzelnen Bundesländern umsehen, die in der linken Menüleiste aufgeführt sind, allerdings finden sich oft nur ein zwei Angebote auf Bundeslandebene.

Die Berliner Seite hält fünf Webadressen für uns bereit, darunter natürlich als erstes
www.berlin.de/buergeraktiv . Die anderen Links sind durchaus interessant, trotzdem keinesfalls repräsentativ für die "Ehrenamtsszene" in Berlin.

Unter der Rubrik Freiwilligendienste kann man sich über Engagementmöglichkeiten im In- und Ausland informieren. Wichtig hierbei, es geht prinzipiell um ehrenamtliche Tätigkeiten für mindestens 20 h/Woche und das über einen Zeitraum von mehreren Monaten, ähnlich dem FSJ oder dem FÖJ.

Sponsoren von Deutschlands Ehrenamtsportal werden natürlich auch bedacht.

Schauen wir uns die
Linkliste an.
Hier stellt sich die Frage, unter welchem Gesichtspunkt die Webadressen ausgewählt wurden. Deutschlands Ehrenamtsportal bietet uns sieben Links an mit dem Hinweis: "Die untenstehenden Links weisen auf Websites von Non-Profit-Organiationen, die sich für eine größere Verbreitung und Vielfalt des Ehrenamts einsetzen und/oder die mit uns einen Linktausch vereinbart haben."

Die Anzahl der Links lässt vermuten, dass nur die Organisationen ausgewählt wurden, die einen Linkaustausch vereinbart haben, denn auch mit wenig Aufwand ließe sich die Liste erheblich vergrößern, wenn man auch nur einige Organisationen mehr bedenkt, die sich für die Verbreitung des Ehrenamts einsetzen. Für Deutschlands Ehrenamtsportal ist das keine Vorzeige-Auswahl.
Aber womöglich wird die Liste auch noch ergänzt oder aber die vielen zuvor genannten Webadressen stehen stellvertretend dafür in den anderen Rubriken.


Klicken wir in der Menüleiste auf das Feld "Schreiben Sie uns", werden wir vielleicht doch noch fündig auf der Suche nach dem Ehrenamt. Wir werden auf die Seite
www.patenschaften-aktiv.de hingewiesen und die Möglichkeiten, ehrenamtlich u.a. als Jobpate, Hausaufgabenhilfe, oder Besuchsdienst ehrenamtlich aktiv zu werden.
Das hört sich gut an und ist auch eine gute Sache.

Fazit:
Das deutsche Ehrenamtsportal verspricht unter seinem Titel vielleicht etwas zu viel. Über die Seitenüberschriften mit der Teilüberschrift "Wo Was helfen" könnte man nochmal nachdenken. Umso anprechender wirken die Blumenarrangements, die auf jeder Seite mit einem anderen Motiv als erscheinen. Eine nette Idee, die auf der Startseite angekündigt wird als "kleine Vorschussanerkennung für ihre zukünftige ehrenamtliche Tätigkeit". Wenn das nicht motivierend wirkt!

Wer konkrete Angebote für eine ehrenamtliche Tätigkeit erwartet, wird zwar nur über Umwege fündig, bekommt aber einen umfassenden Leitfaden, um sich im Internet in Sachen Ehrenamt weiter zu orientieren.