Freitag, Februar 13, 2009

Grüne Damen….

… und auch Herren haben nichts mit Ökologie oder Umweltbewusstsein zu tun.

Es sind Menschen, die sich ehrenamtlich in der Krankenhauspflege engagieren.

Der Name entstand durch die meist grünen Kittel der Ehrenamtlichen und dient der Unterscheidung gegenüber den weiß gekleideten hauptamtlich Angestellten.

Die grünen Damen und Herren besuchen Stationen in Altenheimen, Pflegeheimen oder Kliniken und übernehmen meist Vorlese-, Einkaufs- und andere Dienste, wenn z. B Angehörige fehlen bzw. Patienten wenig Besuch bekommen.
Ihre Arbeit orientiert sich an den Wünschen und Belangen der Pflegebedürftigen oder deren Angehörigen, kurz gesagt es ist Hilfe von Mensch zu Mensch.

Vielfach werden sie zu Beginn ihrer Tätigkeit durch ein oder mehrere Einführungsveranstaltungen auf diese vorbereitet. Oft treffen sie sich zum regelmäßigem Austausch oder gemeinsamen Weiterbildungen.

Diese ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe ist nun schon 30 Jahre alt und kirchenübergreifend und christlich inspiriert. Brigitte Schröder hatte sie - vom ehrenamtlichen Dienst des Volunteer Service in den USA angeregt - 1969 begründet.

Zu Beginn des Jahres 2002 wurden in 428 Krankenhäusern und in 286 Alteneinrichtungen deutschlandweit mindestens 10.031 Grüne Damen und 518 Grüne Herren gezählt. (Quelle: Pflegewiki)

Wenn man bei „Google“ das Stichwort „grüne Damen“ eingibt werden 281.000 Einträge angezeigt, vielfach sind es Seiten von lokalen Gruppen. Es zeigt den hohen Verbreitungsgrad dieser ehrenamtlichen Arbeit.

Der immer wieder diskutierte Pflegenotstand und knapper werdende Kassen machen ihre Engagement zu einer wichtigen Ergänzung einer angemessen Pflegearbeit.

Freitag, Februar 06, 2009

Versichert und vernetzt im Ehrenamt

Der Verein Deutsches Ehrenamt berät und informiert Vereine und Vorstände zu Haftungsrisiken und Versicherungsschutz. Sogar ein neues Prüfsiegel „Schutz vor Haftungsrisiken“ wird vergeben. Seit zehn Jahren unterstützt der Verein mit fachlich versierten Leuten ratsuchende Einrichtungen und ehrenamtlich engagierte Menschen. Mitglieder können Vereine, Verbände, Stiftungen und Initiativen werden.
Die beratende Gemeinschaft besteht aus Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftspürfern.
Mehr erfahren Sie hier:
http://www.deutsches-ehrenamt.com


Dort Beratung und Information hier die Vernetzung:

Das Online-Portal XING widmet sich mit einem Forum der immer bekannter werdenden Marktplatz-Methode. Im sozialen Bereich hat sich eine Veranstaltungsform herausgebildet, bei der Kooperationen zwischen Unternehmen aus der freien Wirtschaft und Organisationen und Vereinen aus dem gemeinnützigen Sektor angebahnt und vermittelt werden. Die Idee der Marktplätze stammt ursprünglich aus den Niederlanden und findet zunehmend auch in Deutschland Anklang und Verbreitung.

Die Bertelsmann-Stiftung hat nun einen Online-Marktplatz dazu geschaffen, um weiteren Austausch und Kooperationen zu ermöglichen, aber auch zu informieren.
Wer mag, melde sich an. Die Gruppe „Marktplatz für Neue Gesellschaftliche Kooperationen“ trifft sich hier:
https://www.xing.com/net/gutegeschaefte.

Donnerstag, Januar 29, 2009

Seminar „Konfliktmanagement im Ehrenamt“

Am 27. und 28. Februar 2009 findet in Erfurt das Seminar „Konfliktmanagement im Ehrenamt“ statt.

Dieses kostenfreie, zweitägige Seminar wird von der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Lutherstätte Augustinerkloster zu Erfurt in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. durchgeführt.

Die beiden Trainer beleuchten sowohl die negativen als auch positiven Aspekte von Konflikten in Vereinen und sozialen Organisationen und den konstruktiven Umgang mit diesen.
Die Inhalte reichen dabei von Kommunikationstechniken, Gesprächssteuerung, bis hin zu Praxisbeispielen.

Nähere Informationen zum Seminar finden Sie unter:
http://www.seniorenbueros.org/fileadmin/user_upload/Seminare/2009/FES_Konfliktmanagementeinladung_und_programm.pdf


Wir freuen uns sehr, dass im Bereich Ehrenamt kostenfreie Seminare angeboten werden.
Falls Sei so kurzfristig Zeit haben, nutzten Sie die Chance und verbinden das Seminar mit einem Besuch in Erfurt.

Freitag, Januar 23, 2009

Video-Wettbewerb „Die Helfer“ beendet

Zuerst die enttäuschende Nachricht: ganze 5 Videos haben sich beteiligt. Die gute Nachricht: diese Filme sind aber sehr informativ: erzählen von Motiven der ehrenamtlichen, hier vor allem jungen Menschen und zeigen anschaulich, wie das dann konkret aussieht.
Das schiefe Endergebnis zeigt, wie es im Netz funktioniert: wer am meisten klickt gewinnt. Hier haben sich entweder unglaublich wenige Menschern beteiligt (Gesamtstimmzahl beträgt jedoch 10215) oder aber die Leute des Gewinnervideos unglaublich gut organisiert bzw. haben viel geklickt und klicken lassen… Das Gewinnervideo (51%) berichtet mehr von Sponsoring und einer so finanzierten Projektarbeit, weniger deutlich von direkter ehrenamtlicher Tätigkeit.
Aber das zweitplatzierte Video (44% der Stimmen) der Bahnhofsmission zeigt hervorragend, wie Ehrenamt funktioniert, was Menschen dabei empfinden und verdeutlicht vor allem wie ehrenamtliche Tätigkeit Menschen in ihrer Grundeinstellung verändert.
Die anderen 3 Videos, auf die lediglich (und grundlos) 4% und zweimal 1% der Stimmen entfallen sind zeigen beispielhaft wie Menschen tätig sind und warum. Insgesamt also tolle Filmchen – macht weiter so!
Wer mal draufschauen mag:
http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_69770/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Alltag__und__Ehrenamt/Ehrenamt/die__helfer/abstimmung/node__ergebnisse.html?__nnn=true&poolDocResultsId=69762

Donnerstag, Januar 15, 2009

„Immer noch ohne? - Freiwilligenjobs für Jung und Alt“

Glückwunsch zum 10jährigen Jubiläum der AKTIVOLI

Seit 1999 gibt es in Hamburg die einzigartige Gelegenheit, sich über vielfältige Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements zu informieren: auf der Freiwilligenbörse „AKTIVOLI“. Am kommenden Sonntag, dem 18.1.2009 präsentieren an über 120 Ständen wieder gemeinnützige Organisationen und Initiativen ihre Projekte aus verschiedensten Bereichen im Ambiente des traditionsreichen Hamburger Handelsplatzes, im historischen Börsensaal der Handelskammer.
Für das Jubiläum ist ein spannendes Rahmenprogramm geplant und es werden Rekordergebnisse erwartet: sei es an Austauschmöglichkeiten, Wirksamkeit in der Öffentlichkeit wie auch Besucher/inneninteresse.
Für leibliches Wohl ist gesorgt, es gibt eine Kinderbetreuung und das bei freiem Eintritt!
Auf der Seite zur diesjährigen Börse kann man sich komplett und übersichtlich informieren, ein Video gibt einen guten Überblick:
http://www.agfw-hamburg.de/default2.asp?id=1927&sm=e_c

Sonntag, Januar 11, 2009

Transparenzinitiative im Land Berlin – Diskutieren Sie mit!

Gerade erst haben wir über den Verhaltenskodex internationaler Hilfsorganisationen berichtet, da zieht das Land Berlin nach – ganz aktuell mit einer Transparenzinitiative, die aus dem Kreis gemeinnützig aktiver Organisationen heraus entstanden ist.
Im Bürgerportal www.berlin.de/buergeraktiv wird der erste Entwurf einer Berliner Transparenzcharta für die Träger des Bürgerschaftlichen Engagements vorgestellt und kann in einem extra eingerichteten Forum bis zum 15. Februar 2009 öffentlich diskutiert werden.

Im Anschluss an die öffentliche Diskussion wird die Charta von den teilnehmenden Organisationen beschlossen und unterzeichnet.

Die Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement des Landes Berlin, Staatssekretärin Monika Helbig, hat die Transparenzinitiative ausdrücklich begrüßt. In der Presseerklärung des Landes Berlin heißt es wörtlich von Helbig: „Auch in Berlin hängt die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich mit Spenden oder Dienstleistungen freiwillig zu engagieren, entscheidend von dem Vertrauen in die Arbeit gemeinnütziger Projekte, Organisationen und Vereine ab. Und Transparenz über Ziele, Arbeitsweisen und Finanzdaten ist die Grundlage dieses Vertrauens.“
Hier können Sie die vollständige Pressemeldung nachlesen:
http://www.berlin.de/buergeraktiv/erklaerung.html

Ihr persönliches Engagement und Ihre Meinung ist gefragt und das ab sofort!
Sie haben zwei Möglichkeiten, sich an der Diskussion zu beteiligen. Ohne Log In, wenn gewünscht auch Anonym können Sie unter http://transparenzdebatte.blogspot.com/
mitdiskutieren. Sie brauchen nur auf Kommentar unter dem aktuellen Entwurf der Tranzparenzcharta zu klicken, und schon kann ihr Beitrag eingetragen werden. 

Wenn Sie mit Log In diskutieren wollen, klicken Sie sich unter: http://www.berlin.de/buergeraktiv/transparenz.html
in den aktuellen Entwurf der Transparenzcharta und veröffentlichen Sie hier
http://www.berlin.de/forum/viewtopic.php?t=51 
Ihren Beitrag dazu.

Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.


Freitag, Januar 02, 2009

Ein frohes, glückliches und erfolgereiches neues Jahr wünscht der Ehrenamstblog allen seinen Leserinnen und Lesern

Nun ist es also da, 2009, das neue Jahr. Als wir uns im Internet umgeschaut haben, was so an ehrenamtlichen Aktivitäten im Umfeld des Jahreswechsels statt findet, sind wir auf folgende Adresse gestoßen:


Hier wird über die ca. 500.000 Jungen und Mädchen berichtet, die jedes Jahr zum 6. Januar, am traditionellen Dreikönigstag, durch die Dörfer und Städte ziehen, und Geld für benachteiligte Kinder einsammeln. Im letzten Jahr kamen so über 39 Millionen € zusammen. Da wäre mancher Fundraiser neidisch, wenn er das zusammenbringen könnte, was die vielen jungen Menschen ehrenamtlich einsammeln. 

Na, und wie überall im Ehrenamt, muß es auch ein bißchen Spaß machen. Und da ist das Sternsingen, mit seinen als die heiligen drei Könige verkleideten Kindern, ein rechter Spaß. Ein bißchen vorweggenommener Karneval, ein bißchen Tradition und viel guter Zweck.

Hier ein Photo, wie die mit viel Liebe entworfenen Kostüme dann in der Praxis aussehen.



Da kann man nur viel Spaß und Erfolg wünschen!

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Barak Obama über Community Organizing - das Weihnachtsgeschenk des Ehrenamtsblogs

Weihnachten ist eine Zeit, in der soziale Hilfe und das zugewandsein zu anderen Menschen im Vordergrund steht. Kern der Weihnachtsgeschichte ist Not und soziale Kälte, Maria und Josef finden trotz der offensichtlich hoch schwangeren Maria keine Unterkunft, und erfahren dann aber Anbetung/Zuwendung nach der Geburt des Kindes, durch die Hirten auf dem Felde, später die heiligen drei Könige, dazu gehören auch Gaben und Geschenke, heute würde man vielleicht Hilfeleistungen sagen. Wesentliche Handlungselemente sozialer Arbeit und ehrenamtlicher Tätigkeit sind also Teil der Weihnachtsgeschichte. Hier zeigt sich, das soziale Arbeit, in seiner doppelten Form, als ehrenamtliche Tätigkeit und hauptamtliche Berufstätigtkeit, an wichtigen Stellen mit unserem Verständnis von Leben und Kultur verknüpft sind. 

Diese Verknüpfung zeigt sich oft unauffällig, weniger spektakulär, als in der Weihnachtsgeschichte, in den vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit, die Menschen in unserem Land und überall auf der Welt täglich und wöchentlich ohne viel aufhebens leisten. Manchmal jedoch gibt es Ereignisse, die weit über den Moment hinaus leuchten, und den Blick auf das Ganze unseres gesellschaftlichen Zusammenhangs möglich machen. Solch ein Ereignis stellt die Wahl Barak Obamas zum 44. Präsidenten der USA dar. Mit ihm ist nicht nur ein Vertreter der schwarzen Bevölkerungsgruppe der Vereinigten Staaten zum ersten Mal in der Geschichte zum Präsidenten gewählt worden, mit ihm zieht auch jemand ins weiße Haus ein, der in seinem Leben praktische Sozialarbeit geleistet hat. Von 1985 - 1988 war er als "Community Organizer" in Chicago tätig. Aus dieser Zeit stammt der Text, den wir hier als "Weihnachtsgeschenk" des Ehrenamtsblogs mit freundlicher Hilfe des Verbands für sozial-kulturelle Arbeit, zum downloden in englischer und deutscher Sprache zur Verfügung stellen. 


(Der Link führt zum Downloadcenter der Paritäischen Akademie, hier bitte auf "Download des PDF-Dokuments" klicken, dann kommt der Text)

"Why Organize? Problems and Promises in the Inner City"

tittelte Barak Obama damals. Der Text soll hier nicht groß vorgestellt werden, jeder kann sich das vorliegende Dokument selbst ansehen, und seine eigene Meinung bilden. Auf drei Aspekte sei aber kurz hingewiesen:

1. In dem Text wird ein Verständnis sozialer Arbeit deutlich, in der die Wichtigkeit von Menschen, die Verantwortung übernehmen und "anführen", Netzwerke bauen, sich ihrer eigenen Macht bewußt werden und diese auch einsetzten, betont wird.

2. Den Text durchzieht ein klares Verständnis, das sich hauptamtliche und ehrenamtliche Arbeit gegenseitig Bedürfen. Dabei wird keine der beiden  Formen der anderen untergeordnet.

3. Der Text betont die große Möglichkeit, die Sozialarbeiter haben, in ihrer Arbeit von den Menschen zu lernen, für die sie Hilfe organisieren und mit denen sie arbeiten.

Ein Sozialarbeiter im weißen Haus! A Dream comes true ! Damit wird aufgezeigt, was soziale Arbeit alles erreichen kann, wenn Sie will. Das gibt auch für Deutschland Hoffnung. Muß ja nicht gleich das Bundeskanzleramt sein, aber wir können als ehrenamtliche und hauptamtliche Arbeiter des Sozialen viel erreichen.

YES, WE CAN!

 

Freitag, Dezember 19, 2008

Hilfsorganisationen beschließen Transparenzkodex

Gut zu wissen:

Von großen Hilfsorganisationen wurde gerade ein Verhaltenskodex beschlossen, der bis zum Jahr 2010 getestet werden soll und die Organisationen selbstverpflichtend zu mehr Transparenz auffordert und ermutigt, nach dem Motto „Vertrauen ist das Rückgrat jeder Spenden sammelnden Organisation“.

Die Welthungerhilfe und die Kindernothilfe haben den neuen Transparenz-Verhaltenskodex des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) begrüßt. Die beiden Hilfsorganisationen hatten im April gemeinsam mit 14 anderen VENRO-Organisationen einen Prozess zu mehr Transparenz, Führung und Kontrolle angestoßen. Das zwölfseitige Papier wurde nun nach neunmonatiger intensiver Debatte mit großer Mehrheit auf der VENRO-Mitgliederversammlung beschlossen. Es regelt zum Beispiel sehr detailliert, welche Elemente ein Jahresbericht enthalten soll, wie die Gewaltenteilung zwischen Leitung und Aufsicht sichergestellt werden kann sowie Fragen zur Vergütung und Auswahl von Mitarbeitern und Beratern.

Hier ist der „Kodex“:
http://www.welthungerhilfe.de/fileadmin/media/pdf/Ueber_uns/VENRO_Kodex_Transparenz.pdf

Zum Nachlesen:
http://www.socialtimes.de/nachricht.php?nachricht_id=13811&newsrubrik_id=6

Donnerstag, Dezember 11, 2008

Wer engagiert sich wo? Wer hilft wieviel?

Ein „Ehrenamt-Atlas“ ist Ende November erscheinen.

Flächendeckend wurden die Daten aus 439 Landkreisen und kreisfreien Städte ausgewertet und 44.000 Interviews geführt. Welche Informationen gibt es darin?
Ehrenamtliches Engagement nach Ost-West-Süd-Nord , nach Stadt und Land, Engagementpotenzial nach Regionen (statt nach Ländergrenzen), welchen Wert dies geleistete Ehrenamt hat, in welchen Bereichen sich Menschen engagieren, weg von Großorganisationen hin zu projektbezogenen Initiativen, mehr Junge weniger Ältere, …

Lust, selbst mal nachzuschauen? Bei spiegel online sind interaktive Graphiken dazu aufrufbar, Holger Backhaus-Maul hat den Atlas für die aktive Bürgerschaft kommentiert.

Artikel:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,591209,00.html
Graphiken:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,591275,00.html
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-37225.html#backToArticle=591209

Kommentar:
http://www.aktive-buergerschaft.de/vab/resourcen/newsletter/2008/11/vab_kommentar_2008-11.pdf

Donnerstag, Dezember 04, 2008

Ein Kessel Buntes zum Ehrenamt

Internationaler Tag des Ehrenamtes

Wer viel im Netz unterwegs ist, kommt nicht um das „Nachschlagewerk“ Wikipedia herum.
Eine Hilfe – wenn auch nicht immer ganz korrekt – bei vielen Fragestellungen.

Nebenbei bemerkt, auch ein Ergebnis aus der Arbeit von Ehrenamtlichen. Denn viele Menschen füllen ehrenamtlich die Datenbank mit Informationen.

So wird Frau und Mann auch zum Thema „internationaler Ehrenamtstag“ hier fündig:

"Der Internationale Tag des Ehrenamtes (en. International Volunteer Day for Economic and Social Development, IVD) ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements.
Er wurde 1985 von der UN mit Wirkung ab 1986 beschlossen. In Deutschland ersetzt er de facto den Tag des Ehrenamts, der früher am 2. Dezember begangen wurde.
An diesem Tag wird auch der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an besonders engagierte Personen vergeben."
http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_des_Ehrenamts

Auch in diesem Jahr, zeichnet der Bundespräsident Horst Köhler engagierte Bürger mit einem Orden aus.
Interessierte können unter: 
http://www.bundespraesident.de/Amt-und-Funktion/Orden-und-Ehrungen-,12074/Tag-des-Ehrenamtes.htm
etwas über die Geehrten nachlesen.

Ein Adventskalender mit dem Thema Ehrenamt

Diese Woche ist aber nicht nur der Tag des Ehrenamtes, sondern auch die erste Adventswoche und so wollen wir die Initative der RBB-Abendschau nicht unerwähnt lassen, die einen ungewöhnlichen „Adventkalender“ entwickelt hat.

Jeden Abend bis Heiligabend läuft ein Beitrag : „Adventskalender … ich engagiere mich, weil….“ in der Sendung, der Menschen vorgestellt, die sich in den Dienst Anderer stellen.
Sie engagieren sich in Vereinen, bei der Jugendarbeit und in Altersheimen. Sie retten Bäume, lesen vor oder helfen aus, wo sich sonst keine Hand mehr findet.

http://www.rbb-online.de/_/abendschau/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_mini_8302141.html

Samstag, November 29, 2008

Ehrenamtlich im Internet

HINWEIS HINWEIS HINWEIS

Auf der Ehrenamtsseite der Hesseischen Landesregierung finden sich neben vielen anderen Informationen Referentenvorträge von der Veranstaltungsreihe „Ehrenamtlich im Internet“.

Folgende Vorträge sind momentan auf der Startseite abrufbar:
• Malte Jörg Uffeln: Recht im Internet
• Malte Jörg Uffeln: Recht im Internet (SKRIPT)
• Christian Flory: IT-Sicherheit
• Hendrik Terstiege: IT-Sicherheit
• Wolfram Koch: Internetmarketing
• Gerd Brünig: Barrierefreies Internet

Das Internet gewinnt im Bereich des Ehrenamts immer mehr an Bedeutung. In diesem Zusammenhang sind diese Vorträge empfehlenswert.

Freitag, November 21, 2008

200 Jahre gesetzliche Regelung des kommunalen Ehrenamts

Am 19. November 1808 trat in Preußen die "Ordnung für sämtliche Städte der preußischen Monarchie mit dazugehörigen Instruktionen, Behuf der Geschäftsführung der Stadtverordneten bei ihren ordnungsgemäßen Versammlungen" in Kraft. Einen Tag vorher, hatte der preußische König Friedrich Wilhelm diese auf Drängen der Reformer Freiherr vom Stein und Fürst von Hardenberg in Königsberg in Ostpreußen unterschrieben. In ihr wird in den § 191 und 192 das kommunale Ehrenamt zum ersten Mal in der deutschen Geschichte für einen großen Teil Deutschlands geregelt. Der § 191 lautet:
"Jeder Bürger ist schuldig öffentliche Stadtämter zu übernehmen, und solche,womit kein Diensteinkommen verbunden ist, unentgeldlich zu verrichten."

Im § 192 wird die Aufwandsentschädigung für solche Tätigkeiten gesetzlich geregelt. Dort heißt es:
"Bei letztern soll jedoch die Dauer der Verwaltung auf eine bestimmte Zeit beschränkt und der Betrag der dabei vorfallenden Kosten von der Gemeinde vergütet werden.

Der Gesetzestext zeigt insbesondere im § 192 eine erstaunliche Modernität. Dinge, die erst in den letzten Jahren im Bereich ehrenamtlicher Arbeit wieder in den Blick der Handelnden geraten, wie die zeitliche Beschränkung der ehrenamtlichen Aktivitäten schon an ihrem Anfang, werden hier kurz und knapp, preußisch trocken, geregelt.

Das Ehrenamt in Deutschland hat eine große Tradition und eine lange Geschichte. An seiner Entwicklung haben Männer des Fortschritts wie vom Stein und Hardenberg mitgearbeitet. Dies gibt an einem solchen Tag, wie dem 19. November 2008 Anlass, einen Augenblick zu verharren, zurückzuschauen, und derer zu gedenken, die vor uns für das Gemeinwohl gearbeitet haben. Mit Stolz können die ehrenamtlich Tätigen in Deutschland auf ihre Wurzeln schauen. Sie gehören mit zum Besten, was unser Volk hervorgebracht hat.

Wer den ganzen Text studieren will, findet ein Faksimile des Gesetztes unter folgender Internetadresse:

http://www.ehrenamt-berlin.de/index.cfm?dateiname=ehrenamt_literatur.cfm&suchen=Kommunalverfassung
und unter:

Freitag, November 14, 2008

Weniges verringert sich

Die Finanzkrise trifft Non-Profit-Organisationen in New York unverzüglich, da sie von Wall-Street Unternehmen wie auch den kürzlich Lehman-Brothers gesponsert wurden. Was nun?
"An jeder Wall-Street-Existenz hängen in New York drei andere Existenzen" so kann man in kürzlich erschienenen Artikel lesen. Interessant ist der Hinweis auf Geschlossenheit in der Not:
„Etwas Positives, so Campbell habe die Krise trotz allem für seine Arbeit: "In Zeiten wie diesen rücken die New Yorker enger zusammen und sorgen sich umeinander. Ich rechne damit, dass wir auf deutlich mehr Freiwillige zurückgreifen können als in guten Zeiten." Es ist ein schwacher Trost. Aber immerhin ein Trost.
Lust zum Nachlesen?
Dazu folgende Artikel:
Ohne Yuppies wächst der Hunger
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/923/312834/text/
Weniger Geld für Harlems Kinder
http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/weniger-geld-fuer-harlems-kinder/

Freitag, November 07, 2008

Schonmal was von den „Sehbären“ gehört?

Nicht, dass jeder von uns ein Fußballfan wäre...auch die EM ist inzwischen vorbei und der Fußball-Alltag eingekehrt. Aber dazwischen gibt es eine schöne nicht ganz alltägliche Fußballgeschichte.
Vor gut zwei Jahren wurde nämlich ein Fanclub namens „Sehbären“ gegründet. Was ist das Besondere daran?

Das Besondere ist, dass die „Sehbären“ ein Fanclub für blinde und sehbehinderte Menschen ist, selbstverständlich werden sehende Menschen dabei nicht ausgeschlossen.
Der Sportjournalist Christopher Buhl ist Initiator und gleichzeitig ehrenamtlicher Kommentator bei den Fußballspielen. Mit einem weiteren ehrenamtlichen Mitstreiter beschreibt er den inzwischen 80 Mitgliedern des Fanclubs den Spielverlauf. Empfangen können die Fans alle Infos per Kopfhörer.
Als „kleines Extra“ genießen die Mitglieder der „Sehbären“ freien Eintritt zu allen Hertha-Spielen, besuchen das Training der Spieler, treffen sich mit anderen Fans und besuchen auch mal Auswärtsspiele.

Lust bekommen, auch ein „Sehbär“-Mitglied zu werden oder gar ein Kommentator zu sein? Dann einfach mal klicken auf:
http://www.sehbaeren.de/

Donnerstag, Oktober 30, 2008

Hilfen für Helfer

Im Netz gefunden:

Ein Portal für Ehrenamtliche auf der Website vom Bundesfinanzministerium
www.bundesfinanzministerium.de

Hilfen für Helfer

Für Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sind sie die wahren Superstars unserer Zeit: Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder eine Stiftung gründen und das Leben in Deutschland lebenswerter und menschlicher machen. Wir zeigen Ihnen die Bürgerinnen und Bürger, die mit einem Ehrenamt für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft sorgen.

Das Bundesministerium der Finanzen möchte dieses Engagement öffentlich machen und allen zeigen, wer diese "Superstars" eigentlich sind. Das Ehrenamt hat viele Gesichter.Sind auch Sie ehrenamtlich tätig, ein Spender oder Stifter? Oder möchten sich bei jemandem bedanken, der mit seinem Engagement anderen hilft, beispielsweise Ihr Kind im Sportverein trainiert? Dann nehmen Sie am Video-Wettbewerb "Die Helfer" des Bundesfinanzministeriums teil!

Drehen Sie ein kurzes Video zum Thema Ehrenamt und beantworten Sie darin eine der beiden Fragen: "Warum engagiere ich mich?" oder "Wem möchte ich für sein Engagement danken?" Zeigen Sie Ihr Engagement oder die Person, der Sie danken! Wie Sie mit Ihrem Film am Wettbewerb teilnehmen können, erfahren Sie im Video auf dieser Seite:
http://de.youtube.com/user/diehelfer

Was ist „Hilfen für Helfer“? „Hilfen für Helfer" ist ein Gesetz, mit dem die Bundesregierung ein deutliches Zeichen für ehrenamtliches Engagement setzt. Erfahren Sie mehr unter
www.hilfen-fuer-helfer.de

Freitag, Oktober 24, 2008

Rettet die Kastanien!

Seit Anfang 2000 werden durch diesen oder ähnliche Aufrufe in Deutschland ehrenamtliche Helfer zusammengerufen, um für Erhalt der Kastanien zu kämpfen.

So auch in Berlin 2008:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_0810/nachricht3242.html

Die Aufgabe der Freiwilligen ist es, das Laub unter den Kastanien zusammenzusammeln und zu entsorgen, damit die Puppen der Kastanienminiermotte weniger Nahrung finden.
Eine einfache und doch sehr praktikable Lösung, die den Befall nach Aussagen von Experten um 2/3 reduziert.
Alleine in Berlin gibt es ca. 48.000 weißblühende Kastanien, die es zu retten gilt.

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz/kastanienminiermotte/

Inzwischen weiß auch wohl jeder was eine Miniermotte ist und welchen Schaden sie auf lange Sicht an den Bäumen verursacht.
Falls Sie sich noch weitergehend informieren wollen nachfolgend ein paar Links:

http://www.rettet-die-kastanien.de/inhalt/flyer-grafik.pdf

http://www.rbb-online.de/_/themen/beitrag_jsp/key=4711671.html

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz/kastanienminiermotte/de/fragen.shtml

http://stadt.bad-duerrheim.de/servlet/PB/show/1203943/Kastanienminiermotte_Fatblatt.pdf


Wir hoffen, dass sich auch in diesem Jahr viele freiwillige Helfer zum Laubsammeln finden werden.
Spannend an dieser ehrenamtlichen Aktion: es ist eine einmalige Aktion für Helfer, die sich nicht dauerhaft engagieren wollen und aller Altersklassen anspricht.

Wollen Sie nicht auch mal mit der ganzen Familie einen „Ehrenamtstag“ einlegen?

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Service Learning für Studierende

Sozialkompetenz als Schlüsselqualifikation ist als Schlagwort in aller Munde. Teamgeist, Verantwortung übernehmen, sich in andere hineindenken - all das sind Fähigkeiten, die in der beruflichen Welt wichtig sind und deren Bedeutung zunehmend wahrgenommen wird. »Service Learning« greift diese Entwicklung auf und bietet Studierenden eine außergewöhnliche Lernmöglichkeit in diesem Feld.

Gemeinsam mit dem Career Service der Universität Heidelberg hat die FreiwilligenBörse des PARITÄTISCHEN ein Konzept entwickelt, dass im kommenden Wintersemester erstmals erprobt wird. Beim »Service Learning« arbeiten die Studierenden insgesamt 22 Stunden während des Semesters freiwillig, ehrenamtlich in einer individuell ausgewählten sozialen Einrichtung mit.
Auf die Begegnungen in fremden Lebenswelten werden die Teilnehmenden von Michaela Leux-Schirmer, der Projektleiterin der FreiwilligenBörse, in einem Einführungsseminar vorbereitet. Die bei ihrem Freiwilligeneinsatz gewonnenen Erfahrungen werten die Studierenden während ihres Einsatzes bzw. im Anschluss daran gemeinsam aus. Sie reflektieren, wie die gewonnenen Erkenntnisse in ihre Studium und zukünftige berufliche Situation übertragen werden können. Auch dabei erhalten Sie Unterstützung durch die FreiwilligenBörse.

Bei ihren Einsätzen lernen Studierende in der Praxis. Sie erfahren reale soziale Verhaltens- und Handlungsmuster und reflektieren diese gemeinsam. Durch den Kontakt und Austausch mit Menschen in schwierigen, betreuten oder benachteiligten Lebenssituationen erfahren Sie eine »Horizonterweiterung«, die Sie in Ihrer eigenen sozialen Entwicklung voranbringt. Sie sind in lebendiger Interaktion sowohl mit den “Klienten/-innen” als auch den Ansprechpartner/-innen der Einrichtungen.

Das Angebot »Service Learning« wird an einigen anderen Universitäten bereits angeboten und die dort gemachten Erfahrungen sind uneingeschränkt positiv. Die Studierenden, die daran teilgenommen haben, sind sich in der Aussage einig, dass sie hierbei in ihrer eigenen Entwicklung bereichert und gestärkt wurden. Außerdem erhalten Sie für die Teilnahme an »Service Learning« ein Zertifikat.Das Projekt »Service Learning für Studierende« kann in Heidelberg umgesetzt werden dank der fachlichen Beratung durch die Agentur mehrwert und Förderung durch die Robert Bosch Stiftung und die E-Burckhardt-Stiftung.

Mehr Informationen unter
www.freiwilligenboerse-heidelberg.de



Freitag, Oktober 10, 2008

Verbund Freiwilligen-Zentren der Caritas

Im Verbund der Freiwilligenzentren der Caritas sind 45 Zentren der katholischen Kirche in Deutschland und Österreich zusammengeschlossen. Der Verbund ist 1996 von 16 Zentren gegründet worden und wächst seit dem ständig. Ziel des Zusammenschlusses der Freiwilligen-Zentren zum Verbund Freiwilligen-Zentren im Deutschen Caritas Verband ist die Förderung des freiwilligen, ehrenamtlichen, bürgerschaftlichen Engagements und das verantwortliche Mitgestalten der gesellschaftlichen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Freiwilligen-Zentren setzen Akzente „wider die Gleichgültigkeit" und für eine „Kultur der Solidarität".

 

Ziele der Freiwilligen-Zentren vor Ort

Freiwilligen-Zentren im Deutschen Caritasverband verstehen sich als Entwicklungszentren für eine solidarische Bürgergesellschaft. Sie fördern die Kooperation von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und sind Teil der Sozialbewegung in der jeweiligen Kommune oder Region.

 

 

Ressourcen in Freiwilligen-Zentren

In Freiwilligen-Zentren arbeiten freiwillige und berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen. Das entscheidende Merkmal ist dabei die Partnerschaft und die Anerkennung der jeweiligen Kompetenz, die in das Team eingebracht werden.

Um eine notwendige Kontinuität zu erreichen, brauchen Freiwilligen-Zentren in der Regel berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Einzelfall kann ein Freiwilligen-Zentrum auch von freiwillig Engagierten geführt werden, die eine entsprechende Sachkenntnis und das erforderliche Zeitbudget einbringen.

 

Auf den Seiten der Freiwilligen-Zentren stehen Informationen zu folgenden Themenbereichen zur Verfügung

 

- Konzeption der Freiwilligenzentren

- Überblick über die Struktur und Arbeitsweise der Freiwilligenzentren Vor Ort

- Informationen zur Kooperation mit Schulen

- Infos zu Freiwilligendiensten im Ausland

- Infos zu Generationsübergreifenden Freiwilligenzentren

- Infos dazu, wie man Mitglied in Verbund der Freiwilligenzentren werden kann

Donnerstag, Oktober 02, 2008

Glücksweg 67: Ein Amt in Ehren

In dem im September erschienenen Buch von Wolff Hornbach „77 Wege zum Glück“ ist ein ganzes Kapitel dem Ehrenamt gewidmet.

Das Buch ist ein umfangreicher Ratgeber (192 Seiten), um sein eigenes Glück zu steigern. Die Erkenntnisse der Glücksforschung sind in 77 Glückswegen so praktisch erklärt, dass jeder sie für sich anwenden kann.

„Ein Amt in Ehren“ ist die Überschrift vom Glücksweg 67 der im Kapitel 10 des Buches wie folgt beschrieben wird: “Im Ehrenamt können wir viel helfen, uns vielfältig mit anderen Menschen verbinden und uns dadurch selbst glücklich machen“.

Das Buch ist erschienen im Graefe und Unzer Verlag (GU) und kostet 16.90 €.
Die Rezessionen sind alle sehr positiv.

Schaut einfach mal rein. Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen genau das Steinchen das noch fehlte, auf dem Weg zum Glücklichsein!

http://www.77-wege-zum-glueck.de